Weinhandel

Spanien

Die Geschichte des spanischen Weins beginnt etwa um 1.000 v. Chr. mit den Phöniziern. Sie gründeten entlang der Mittelmeerküste Handelsplätze und brachten aus ihrer Heimat die kostbaren Weinreben mit. 700 Jahre später fanden die Karthager schon einen regen Weinhandel im Osten und Süden des Landes vor. Für die Ausdehnung des  Weinbaus über die gesamte Iberische Halbinsel und die ersten fortschrittlichen Keltertechniken sorgten die Römer. Mitte des vergangenen Jahrhunderts kündigte sich in der Rioja die Morgendämmerung des modernen spanischen Weinbaus an. Ein Jahrzehnt bevor die Reblaus die französischen Nachbargebiete verwüstete und die Weinerzeuger in der Rioja damit begannen, große Mengen ihres Wein über die Grenze zu liefern, experimentierten bereits Weinmacher mit dem Ausbau in Eichenfässern nach dem Vorbild der großen Châteaux aus dem Bordeaux Gebiet. Bis zur Jahrhundertwende wurden viele, heute klassische Rioja Bodegas, gegründet. Die Vielfalt der spanischen Weine ergibt sich aus dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Terroirs mit den drei Hauptklimazonen: atlantisches und kontinentales Klima sowie mediterrane Einflüsse. Atlantisches Klima prägt vor allem Galizien und die Nordküste Spaniens. Ganz im Süden dagegen beeinflusst das atlantische Klima die Regionen Huelva und Jerez auf andere Weise: die Durchschnittstemperaturen liegen höher und im Sommer fallen praktisch keine Niederschläge. Hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige, kühlende Winde prägen jedoch auch hier die weinbaulichen Bedingungen. Die Bodenstruktur als eine weitere wichtige Komponente des weinbaulichen Terroirs ist sehr unterschiedlich und wechselt manchmal wenig (Mancha), oft jedoch rasch auf kurzer Distanz, vor allem in bergigem Gelände. Dadurch ergeben sich im Zusammenspiel mit den Klimazonen und ihren Übergangskorridoren hochinteressante, sehr abwechslungsreiche Voraussetzungen für den Weinbau.

Portugal

In der Antike brachten Phöniker, Griechen und Römer Rebstöcke auf die iberische Halbinsel. Wie in vielen anderen Ländern beeinflussten die Zisterziensermönche den Weinbau entscheidend. Sie gründeten im 12. Jahrhundert in Portugal mehr als 100 Klöster.  Unter König Dinis (1279-1325)wurde die Landwirtschaft und Weinbau gefördert und aus den Erträgen wurde eine Handelsflotte aufgebaut, die war die Basis für den Aufstieg zur Weltmacht.  Der berühmteste Wein Portugals ist der Portwein. Dessen großer Siegeszug begann schon im  18.Jahrhundert als zwischen England und Portugal  Zollermäßigungen für die Einfuhr portugiesischer Weine geregelt wurden. Bereits im Jahre 1756 wurden durch den berühmten Premierminister Marquês de Pombal (1699-1782) angeordnet, genaue Abgrenzungen für das Douro-Gebiet festgelegt. Dieses zählt somit zu den allerersten herkunftskontrollierten Gebieten. Im 19. Jahrhundert wurden durch Mehltau und Reblaus die meisten Rebflächen Portugals vernichtet. Erst ab 1930 kam es zu einem Wiederaufbau. Der Weinbau in Portugal ist von Gegensätzen geprägt. Während im Landesinneren noch schwere, tanninreiche Rotweine und der Portwein vorherrschen, kommen aus dem kühlen atlantischen Klima des Nordens leichte Weine wie der Vinho Verde.  Die Anbauflächen erstrecken sich vom äußersten Süden bis in den höchsten Norden über große Teile Portugals und wachsen meist auf Schiefer und Granitböden. Eine Besonderheit ist auch die Vielfalt der in Portugal angebauten Rebsorten. Portugal ist das „Land der 500 autochthonen Rebsorten“, die früher grossteils als gemischter Satz angebaut wurden. Erst in den 1980er-Jahren wurde (vor allem auf Grund von EU-Bestimmungen für Qualitäts-Weinbaugebiete) begonnen, rebsortenreine Weinberge anzulegen.

Anbauregionen in Spanien und Portugal

Castilla y Leon

Im Zuge der großen Landflucht in Spanien während der Franco-Zeit verkümmerten ganze Landstriche, in denen auch der Weinbau eine bedeutsame Rolle gespielt hatte. Nur noch ein Fünftel der Population aus den fünfziger Jahren lebt heute noch in der fünfhundert Jahre alten Ortschaft Valtiendas im Norden der Provinz Segovia. An einem Zufluss des Rio Duero, dem Rio Duraton gelegen, befindet sich hier eine der ältesten Qualitäts-Weinbauzonen der Welt. Es bedurfte der profunden Kennerschaft der Winzer-Familie von Luis Magnana aus Navarra, um in den Jahren 1985 bis 1987 in einer Höhe von 920 m ü.d.M. insgesamt 22 Hektar bestens geeigneten Terroirs mit Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot zu rekultivieren. Es werden ausschließlich Fässer aus französische Eiche von einigen der namhaftesten Hersteller (u.a. Millet) in Frankreich bezogen. ''Vinos de la Tierra'' ist eine Qualitätsstufe unter der Kennzeichnung Denominación origen, aber die Weine erfüllen trotzdem höchste Ansprüche.

Winzer

Barco del Corneta, Valladolid

Beatriz Herranz Sanz ist die treibende Kraft hinter Barco der Corneta. Spätestens bei diesem Garagenweingut erkennt man, dass Verdejo deutlich mehr kann als jenen uniformen Typ Sommerwein der die Region Rueda, quasi aus dem Nichts zur bekanntesten und erfolgreichsten Weißweinregion Spaniens gemacht hat. Beatriz
bewirtschaftet die neubestockte Parzelle Catarranas ökologisch, die Prinzipien der Weinbereitung dagegen sind altbewährt und fußen auf den Ideen Burgunds.

www.barcodelcorneta.com 

Abadia Retuerta (Sardon de Duero)

Auf der goldene Meile in illustrer Nachbarschaft zu den Ikonen des spanischen Weins liegt Abadia Retuerta. Die eigenen Ansprüche formuliert an hier wie folgt: ?Abadía Retuerta ist Zeitzeuge der Geschichte und ein Ort der Begegnung von Erde und Rebe. Wir haben die Aufgabe, das Erbe, die natürliche Umgebung, das Kloster und die Weinberge zu pflegen, zu erhalten und der Erde in verfeinerter Form das zurückzugeben, was sie uns großzügig zur Verfügung gestellt hat. Mit unseren Weinen, die aus einer Selektion erlesener Trauben aus unseren Lagen hergestellt werden, setzen wir ganz bewusst auf Terroirweine.?

www.abadia-retuerta.com 

Rioja Alta

Im Herzen der Denomination, zwischen Rio Ebro und der Sierra de la Demanda, erstreckt sich die Rioja Alta. Sie umfasst 75 Weinbaugemeinden, zusammen stellen sie rund 42 Prozent der Gesamtrebfläche. Die größten riojanischen Kellereien sind in dem Zentren Rioja Alta - Haro und Logroño - zuhause. In der Rioja Alta werden die Weinreben in über 600 Meter Höhe angebaut, wodurch man dort ein kühleres Klima vorfindet, dass durch atlantischen Einfluss geprägt wird. Der Boden ist hier sehr kalkhaltig und teilweise mit Lehm, aber auch mit Eisen vermischt. In Ufernähe herrscht natürlich der Schwemmlandboden vor, so dass man in der Rioja Alta alle Bodentypen vertreten findet. Hier entstehen Weine mit kräftigen Säuren und dichter Fülle, die sich sehr für die Alterung im Barrique eignen.

Winzer

Bodegas R. López de Heredia Viña Tondonia, S.A., Haro

Anhand der Kenntnisse, die er in seinen Geschäftsbeziehungen mit französischen Weinhändlern in Haro gewonnen hatte, und auf der Grundlage seiner Studien in Handel und Buchhaltung in Bayonne gründete Don Rafael López de Heredia y Landeta seine Bodega, nachdem die Bordelaiser Unternehmer aufgrund der veränderten politischen Lage, die den Export von Weinen nach Frankreich erschwerte, in ihr Land zurückgekehrt waren. So ließ er ein großes Gewölbe in den Fels schlagen: El Calado, um die Fässer für den Ausbau seiner Weine aufzustellen. In diesem Moment der Schließung der Grenzen nach Frankreich 1892 hatte der Gründer der Bodega den Entschluss gefasst, Weine zu bereiten ? zunächst aus Trauben der Region und schließlich, indem er seine eigenen Weinberge erwarb, um so den Erzeugungsprozess zu vervollständigen. Auswahl und Liebe. Zwei Begriffe, die zur Bibel für seine Weine wurden, Leitmotive, denen R. López de Heredia Viña Tondonia seit mehr als einem Jahrhundert folgt. Mehr als ein Jahrhundert und über vier Generationen, selbst im Angesicht der Kaufangebote multinationaler Unternehmen, ist R. López de Heredia Viña Tondonia weiter eine Familienwinzerei und lässt sich von den Maximen der Arbeit und Ethik, die ihr Gründer vor mehr als 138 Jahren pflanzte, leiten.
Um hochwertige Weine zu erzeugen, muss man Weinberge besitzen, deren beständige Pflege eine kontinuierliche Qualität von Trauben garantiert ? um nicht auf die schwankenden Merkmale gekaufter Trauben angewiesen zu sein. Aus diesem Grund legte Don Rafael López de Heredia y Landeta in den Jahren 1913-14 Viña Tondonia an, der später zum berühmtesten Weinberg und Produkt der Bodega werden sollte. Viña Tondonia ist ein schöner, mehr als 100 ha großer Weinberg am rechten Ufer des Ebro, wo die Trauben mit den typischsten Rioja-Eigenschaften gedeihen.

www.lopezdeheredia.com 

Catalunya

ist zum Jahr 2001 gehörte dieses Weinbaugebiet zur D.O. Penedès. Erst auf Anregung von Miquel Torres kam die D.O.Catalunya zustande. Das Gebiet umfasst 3.600 Hektar Rebfläche und liegt in der gleichnamigen Region. Das Gebiet wird in zwei Zonen unterteilt. Tarragona im Süden , Barcelona im Osten und Lleida im Nordwesten begrenzen die erste Zone und nördlich von Girona, unterhalb der Pyrenäen befindet sich die zweite Zone. Chardonnay, Macabeo, Parellada und Xarel-Lo sind die weißen, Cabernet Sauvignon, Garnacha, Merlot, Pinot Noir, Syrah und Ull de Llebre (Tempranillo) die roten Rebsorten.

Winzer

Bodega Mont Marcal (Castellvi de la Marca)

Vor ca. 32 Jahren begann die Erfolgsstory von Manuel Sancho auf einem wunderschön gelegenem Gut in Castellví de la Marca nahe Vilafranca del Penedès. Der große geschäftliche Erfolg kam mit seinen ?burbujas del sol? ? (Luft) Perlen der Sonne) ? also seinem Cava. Pedro Muñoz, der Önologe, war einer der ersten, die die Chancen der neuen D.O. Catalunya nutzte. Er nahm kräftige Monastrell-Weine aus der Terra Alta, um mit seinen Tempranillo und Cabernet Weinen einen vollmundigen, saftigen Tinto moderner Machart zu schaffen: den Mas Marçal.

www.mont-marcal.com 

Valle de la Orotava (D.O.)

In diesem fruchtbaren Gebiet im Nordwesten Teneriffas liegen die Weingärten am Nordhang des Teide bis audf ein höhe von 3700m und erstrecken sich über das Gemeindegebiet der Stadt La Orotava bis runter nach Puerto de la Cruz. Die fruchtigen Weissweine kommen aus dem westlichen Bereich und die Rotweine aus dem östlichen Teil des Gebiets. Die Rebfläche liegt höher als die der benachbarten D.O. Tacoronte-Acentejo und umfasst 926 Hektar, von denen 671 Hektar als D.O. registriert sind. Die vorherrschende Erziehungsform ist die Kordon-Erziehung, bei der die Kordone bis zu einer Länge von 15 Metern geflochten werden. Das Klima ist heiss und aufgrund der Nähe zum Meer auch feucht. Hohe Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen im Sommer und dichter Nebel geben den Reben ideale Wachstumsbedingungen. Die Weingärten liegen in durchschnittlich 800 Metern Seehöhe. Die Böden sind zu 70% vulkanischen Ursprungs, zu 20% tonhaltig und zu 10% aus Vulkangestein bestehend. Sie sind leicht, durchlässig, reich an mineralischen Nährstoffen Ebenso wie in den anderen alten Weinbaugebieten der Kanaren dominieren auch hier autochthone Rebsorten wie Listán Negro und Listán Blanco, die auf 90% der Rebfläche anzutreffen sind. Zwei Drittel der Flächen sind mit weißen Reben bestockt. Die für nahezu alle Rebstöcke verwendete Erziehungsform ist die sogenannte Kordon-Erziehung. Dabei stehen die Reben an ca. 60 cm hohen Pfählen, die durch bis zu 15 m lange Drähte verbunden sind, an denen die Kordone entlangwachsen.

Winzer

Suertas del Marquéz (La Orotava, Tenneriffa)

Mit dem Jahr 2006 startet dieses kleine Weingut und mit ihm beginnt eine neue Zeitrechnung im kanarischen Weinbau. Zweifelsohne sind die Weine, die hier aus alten wurzelechten autochthonen Reben entstehen, die feinsten und puristischsten Weine der Insel Teneriffa. Der hochbegabte junge Weinmacher Roberto Santana hat freie Hand und wird vom ebenso jungen Besitzer Jonatan
Garcia ermuntert radikal zu arbeiten. Radikal bedeutet hier allem voran so wenig als möglich in die natürlichen Abläufe einzugreifen. Sämtliche Arbeitsschritte im Weinberg wie auch im Keller erfolgen in mühsamer Handarbeit, biodynamische Grundsätze werden befolgt, Additive sind verpönt, die Weine werden spontan vergoren und zudem weder geklärt noch filtriert. Nicht nur optisch
erinnern die Weine an das ruhmreiche Burgund.

www.suertesdelmarques.com

Caves de Chambleau

Die Domäne de Chambleau, prächtig über Colombier inmitten von sanft gewellten Weinbergen gelegen, ist von weitem zu erkennen. Unübersehbar winken ihren zwei gedrungenen, spitzgiebligen Türmchen über den Neuenburgersee. Das kleine Schloss und die Reben befinden sich zwar schon seit 1950 in Besitz der Familie Burgat, von seinen Weinen hörte man allerdings bis vor wenigen Jahren nichts. Die Ernte wurde verkauft, auf eine Selbstvermarktung wurde verzichtet. Erst der ehrgeizige Louis-Philippe Burgat, Enkel des ersten Besitzers, entschloss sich mit präzisen Vorstellungen zur Selbstkelterung. Leidenschaft gilt dem Pinot Noir, der in Neuenburg vielleicht die grösste Nähe zum Burgund zeigt. Mit Fingerspitzengefühl und Souplesse keltert er drei Rotweine, eigenständig jeder für sich.

www.chambleau.ch 

Montsant

In der Region Priorat befindet sich das Weinbaugebiet mit der Herkunftsbezeichnung DO Montsant, das als neuartig, modern und innovativ gilt. Das Klima ist mediterran mit kontinentalen Zügen. Die Bodenbeschaffung lässt sich grob in drei verschiedene Kategorien gliedern. Die Umgebung des Weinbaugebiets Montsant besteht aus kompakten, kalkhaltigen Böden mit Gestein und Lehm aus den Flussterrassen sowie rötlich getönten, fersialitischen Böden. In der Gegend um Falset lassen sich granitartige Sandböden wiederfinden, die zwar fruchtbar sind, gleichzeitig jedoch sehr wenig Wasser speichern. In einigen Bereichen bei Cornudella und Falset besteht der Boden aus dem „Licorella“ genannten Schiefergestein. Dieses Terroir bietet wenig organische Substanz und ist mit Steinen gespickt. Die Rotweine werden vorwiegend aus Carinyena, Garnatxa Negra und Ull de Llebre (Tempranillo) hergestellt, und werden häufig mit Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Garnatxa Peluda, Merlot, Monastrell, Picapoll Negre und Syrah verschnitten. Aus diesen Rebsorten entstehen Weine mit Entwicklungspotential. Die Weißweine werden bevorzugt aus den Rebsorten Garnatxa Blanca und Macabeu, und in kleinerem Umfang aus Chardonnay, Moscatell, Parellada und Pansal hergestellt.

Winzer

JOAN D'ANGUERRA (Darmos)

Das Weingut ist bereits seit über 200 Jahren im Besitz der Familie. Heute von den Brüdern Josep und Joan Junior gemeinsam mit ihrer Mutter geführt, hatte Vater Joan als erster Winzer der Region damit begonnen, seinen Wein in Flaschen abzufüllen. Und er pflanzte bereits in den 1970er Jahren die ersten Syrah- und Cabernetstöcke. So verfügt das kleine Gut nicht nur über 60 Jahre alte Garnacha und Cariñenarebstöcke, sondern auch über die mit Abstand ältesten Syrah und Cabernets. Für Spanien-Kenner ist Joan D?Anguera eine der besten Kellereien und zudem einer der
ersten Demeter zertifizierten Betriebe des Landes.

www.cellersjoandanguera.com 

Mallorca

Mallorca ist nicht nur die Ferieninsel Nr. 1, sondern auch eine wieder ernst zu nehmende Weinregion. Weinbau auf Mallorca boomt seit einigen Jahren, nachdem auch viel ausländisches Kapital in diesen Bereich fliesst. Dabei hat der Weinbau auf Mallorca eine sehr lange Tradition und reicht weit in das Mittelalter zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts ruinierte dann die Reblaus auch auf Mallorca die Existenz von tausenden von Weinbauern. Die Weinbauern verliessen die Insel oder suchten eine neue Existenz, die Weinstöcke mußten Mandelbäumen weichen. Die heute bestockten rund 2.500 Hektar weiten sich rasch aus, zahlreiche neue Weingüter entstehen. Die schon bestehenden Güter keltern manchmal erst die ersten Jahrgänge. Dafür ist die Kellertechnik und das Engagement oftmals vom Allerfeinsten. Dabei treffen auch auf Mallorca die Traditionalisten auf die Modernisten. Während die Bewahrer stolz die malloquinischen Rebsorten kultivieren, setzen andere Weinbauern die internationalen Klassiker Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot ein. Die Weinregion auf Malloraca konzentriert sich auf die Inselmitte zwischen Palma und Inca. ''Weinhauptstadt'' ist Binissalem, dort befindet sich auch die bekannte Kellerei Ferrer. Weitere Weinorte sind Consell und Santa Maria. Allerdings ist es zwischen Mandelbäumen, Zitronenbäumen und Orangenbäumen nicht ganz einfach, Weinreben zu finden.

Vinhos de Madrid

Die Region von Madrid befindet sich im Herzen der Iberischen Halbinsel und erstreckt sich vom Mittelgebirge (Sistema Central) bis zum Flussta l des Tajo. Im Norden befindet sich der südliche Hang der Gebirgskette von Guadarrama und ein Teil der Gebirgsketten von Somo- sierra und Gredos (Gebirgsland). Im Süden befinden sich die zentralen und südlichen Sektoren, die aus einer dichten Decke von Schwemmland und detritischen Materialien bestehen und zum Tertiär gehören. Vinos de Madrid ist ein Weinbaugebiet mit Herkunfts bezeichnung (D.O. seit November 1990) in der Region Madrid in Spanien. Die Gesamtrebfläche beträgt ca. 7.461,61 Hektar. Das Klima ist stark kontinental; 1914 (also ca. 30 Jahre später als in Frankreich und Nordspanien) wurde das Gebiet, dass seine rzeit über 60.000 Hektar Rebfläche verfügte, verheerend vn der Reblaus befallen. Dies zwang die Winzer zu Neuanpfl anzungen und wurde generell genutzt, bessere Rebsorten zu pflanzen und den Qualitätsstandard zu heben.Drei unterschiedliche Anbaugebiete bilden das Weinb augebiet Vinos de Madrid im Süden der Provinz Madrid: Arganda, Navalcarnero und San Martín de Valdeiglesias.
 

Winzer

Comando G Viticultores, Cadalso de los Vidrios

Commando G(arnacha)! Hinter diesem ungewöhnlichen Namen stehen die drei befreundeten Önologen Fernando Garcia, Daniel G. Jiménez Landi und Marc Isart. Alle drei arbeiten sie auf renommierten Bodegas und damit wäre die Geschichte auch schon fast erzählt.
Aber jenseits Ihrer offiziellen Karrieren haben sich die passionierten Weinmacher im Jahr 2010 zusammengetan, um sich intensiv ihrer Leidenschaft widmen zu können. Denn ihr Herz gehört ganz der Garnacha Traube. Das Lesegut kommt von hochbetagten Reben, von einer zentralspanischen Höhenlage westlich von Madrid.

 

Bodega y Viñedos Bernabeleva (San Martín de Valdeiglesias)

Im Jahr 2006 wurde westlich von Madrid ein altes Familienweingut aus seinem Dornröschenschlaf geweckt.
Marc Isart ein junger Katalane hat sich dieser Region, der Sierra de Gredos ganz besonders verschrieben. Marc glaubte schon zu einer Zeit an das Potenzial dieser Gegend als selbst vermeintlich große Spanienkenner nicht mal mit Navigationsgerät dorthin fanden. Das hier vorherrschende Terroir ist spektakulär, Weine die sehr stark an burgundische Pinots erinnern kann man mit Talent, Ruhe und Lage erreichen. Alles was bei Bernabeleva auf 35 Hektar kultiviert wird geschieht unter biodynamischen Aspekten. Den alten Garnacha und Albillostöcken schenkt man die volle Aufmerksamkeit. Sämtliche Arbeitsschritte im Weinberg werden manuell vollzogen, nur für den Pflug zur Bodenbearbeitung bedarf es eines Kaltbluts. Auch im Keller ist weniger deutlich mehr.

www.bernabeleva.com 

Costers del Segre

Die Weinregion Coster del Segre liegt in den Provinzen Lleida und Tarragona und hat eine Fläche von 4'860 Hektar. Das Anbaugebiet Coster del Segre verfügt über 31 Bodegas. Vor fast 100 Jahren begann hier, in dieser spanischen D.O. in Katalonien die Geschichte des Weinbaus. Die Weine dieser D.O. besitzen ein großes autochthones Potential. Die dort vorherrschenden roten Rebsorten sind Cabernet Sauvignon und Merlot, die weißen Macabeo, Xarel.lo, Parellada, Chardonnay und Garnacha Blanca.

Winzer

Tomàs Cusiné (El Vilosell - Lleida)

Tomàs Cusiné Ziel  ist es, charaktervolle Weine, die in der Lage sind das Terroir  vollständig zu reflektieren.Bis heute produziert Tomàs Cusiné in der  Costers del Segre Weine, die gleichbedeutend mit Persönlichkeit und Eleganz sind.  Das Weingut befindet sich in der Ortschaft El Vilosell, im Landkreis von Les Garrigues, in der Provinz Lleida. Diese Region, der  DO Costers del Segre erfüllt alle Anforderungen für den Anbau von Weintrauben aus denen und erstklassige Weine gelingen.  Das Anwesen befindet sich auf der Nordseite der Sierra de la Llena Grat und auf einer Höhe zwischen 700 und 740 Meter über dem Meeresspiegel. Die verschiedenen Parzellen liegen vor allem auf Nord-und Südosthängen mit unterschiedlichen Bodentypen und Grad der Exposition. Es sind vor allem kalkhaltigen Böden mit  unterschiedlichen Arten von Kies  mit einem guten Maß an Wasserdurchlässigkeit.
Das Klima ist gemäßigt und garantiert eine kontinuierliche
Reife und späte Ernte. In den letzten Jahren hat das Weingut ein 29 Hektar großen Grundstück mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah, Cabernet Franc, Garnacha, Cariñena, Marselan ausgepflanzt,

www.tomascusine.com 

Méntrida

Die Weinregion Méntrida liegt in den Provinzen Toledo und Madrid und hat eine Fläche von 10'000 Hektar. Das Anbaugebiet Méntrida verfügt über 19 Bodegas, Bei der Weinproduktion nehmen die Rotweine hier eine Vorzugstellung ein, da auf rund 80 Prozent der gesamten Rebfläche die rote Traubensorte Garnacha angebaut wird. Auf der übrigen Anbaufläche wachsen andere rote Sorten, die im neuen Reglement des Kontrollrats Aufnahme gefunden haben: Cencibel , Cabernet Sauvignon , Merlot und Syrah , sowie ein kleiner Anteil weißer Sorten: Albillo , Macabeo , Chardonnay und Sauvignon Blanc .

Winzer

Bodegas Jiménez-Landi (MÉNTRIDA (TOLEDO)

Dani Landi ist zweifelsohne eine der radikalsten Persönlichkeiten unter Spaniens junger Winzerelite. Nach den ?Lehrjahren? auf dem familiären Weingut Jiménez-Landi welches er gemeinsam mit seinem Cousin José führte entschloss sich Dani gegen das Familienerbe und für sein Soloprojekt Dani Landi. Puristischer kann man Weinbau kaum betreiben wie es Dani in der Sierra de Gredos speziell im Umgang mit Garnacha tut. Arbeitsintensive Weinberge die zu den spektakulärsten Spaniens zählen, biodynamische Grundsätze, minimale Eingriffe im Keller nach burgundischem Vorbild und das nötige Talent eines nie ruhenden Weinmachers führen zu äußert eleganten Weinen die eine neue Epoche eingeleitet haben. Sprach man vor 10 Jahren noch voll des Lobes über die mächtigen Rotweine (z. B. Ribera del Duero) des Landes die aufgrund Konzentration und dem Einsatz von neuem Barrique entstanden verneigt man sich neuerdings vor Dani Landi und seinem prägenden Stil. Mozartgleich sind seine Weine die Antithese zu den Blockbustern der Vergangenheit.

www.jimenezlandi.com 

Calatayud

Die Weinregion Calatayud liegt in der Provinz Zaragoza und hat eine Fläche von 5'600 Hektar. Das Anbaugebiet Calatayud verfügt über 15 Bodegas. Wein wird im Weinanbaugebiet Calatayud seit der Antike angebaut und seitdem die Region DO-Status (Denominación de Origen) im Jahre 1990 erhalten hat, fand eine rasche Entwicklung statt. Calatayud gehört zur aufstrebenden Weinbauregion Aragonien im Nordosten Spaniens. In relativer Höhe (bis 900 m) liegen auf kalkhaltigem Schiefergrund die Weinberge, ziemlicher Hitze und Trockenheit ausgesetzt. Die kräftigen Weine sind in erster Linie Garnachas, natürlich findet man hier auch den Tempranillo, Mazuelo oder verstärkt Syrah. Malvasia vertritt hauptsächlich die Weißwein-Sparte. Bekannt ist die Region für ihren hohen Anteil an gehaltvollen Roséweinen.

Winzer

Bodegas Lajas (Calatayud)

Das auch kleine Projekte sich in einer eher genossenschaftlich geprägten Region umsetzen lassen zeigten  Manuel Castro und Javier Lázaro 2006 mit  einer zweieinhalb Hektar große Parzelle, die auf 1.020 m Höhe mit über 60 Jahre alten Garnachareben bepflanzt war.  2007 ist der erste Jahrgang des ?Lajas Garnacha Finca El Peñiscal?. Wilde Kräuter, die vor Ort zu finden sind, spiegeln sich im Bukett des Weines wieder. Noten von Lakritze, Holunder und Sauerkirschen komplettieren den Wein, der am Gaumen von einer vitalen Säure getragen wird.

 

Ribera del Duero

Das Interesse an den Weinen aus dem DUERO-Tal in Altkastilien erwachte erst mit dem 1986er TINTO PESQUERA. Bis 1982 führte die Region gar nur Tafelwein-Status, und das, obwohl sie mit VEGA SICILIA das berühmteste Weingut Spaniens beheimatet. Beiderseits des als DOURO bei PORTO in den Atlantik mündenden Flusses stehen die Rebflächen auf Böden aus Schiefer und so kalkhaltigen Erdreich, dass frisch gepflügte Felder wie verschneit erscheinen. In 700 bis 800 m Höhe steigen die Temperaturen während der Sommermonate tagsüber auf 40° Celsius an, um über Nacht bis auf 15 ° zu fallen. Von September bis Mai besteht Gefahr durch Nachtfröste. Nur robuste und sorgfältig gepflegte Stöcke vertragen diese Temperaturstürze. Es ist das Land der Rebsorte TEMPRANILLO, hier TINTA DEL PAIS oder TINTA FINA genannt.

Winzer

Bodegas Bohórquez (Pesquera de Duero, Valladolid)

Bodegas Bohórquez (Pesquera de Duero, Valladolid)

Ein Wein pro Jahr, das ist die Philosophie der Bodegas Bohorquez, Die Weine werden gekeltert von besten Trauben der Sorten Tempranillo, Cabernet Sauvignon und Merlot die auf einem felsigen Hochplateau im Ribera del Duero wachsen und reifen. Man hat die ärmsten und steinigen Böden im höchsten Bereich des Duero ausgewählt, um  Reben, vor allem in der sehr bekannten \'\'Pago de Valderramiro\'\' zu pflanzen. Die Dichte der Pflanzen ist  im Vergleich zum Durchschnitt der Region verdoppelt worden, damit wird der Wettbewerb zwischen den Reben gefördert. Diese beiden Aspekte sind die Grundlage für die hohe Qualität dieses einzigartigen Weins.

www.bodegasbohorquez.com 

Bodegas y Vinedos Gallego Zapatero, Anguix

Bodegas y Viñedos Gallego Zapatero S.L. - ein junges Weingut mit langer Tradition. Sie reicht zurück bis in die Zeit, in der die Großväter die ersten Rebstöcke pflanzten. Ohne jeden Zweifel waren es jedoch die  Eltern, Mariano Gallego und Vicenta Zapatero, die den Grundstein der Bodega legten. Sie kultivierten die Weinberge und vermittelten, Bienvenido und Ignacio, auf diese Art die Basis, um individuelle Weine zu keltern: YOTUEL. Die junge französische Önologin Sophie Kuhn ist die Impulsgeberin dieses kleinen Weinguts aus Anguix unweit des ungleich bekannteren aber nicht besseren Ortes Roa. Auf knapp 9ha die allesamt ökologisch bewirtschaftet werden entsteht das Lesegut für die Weine, die wiederum allesamt Lage für Lage separat ausgebaut werden. Geduld ist in vielfacher Hinsicht gefragt, das Klima ist rau, die Erträge verschwindend gering, die
Produktionsmenge entsprechend klein zudem brauchen die Weine erfahrungsgemäß einiges an Zeit.

www.bodegasgallegozapatero.com/de 

Rios do Minho (Vinho Verde)

Die sechs Anbaugebiete der DOC Vinho Verde wurden 1908 festgelegt. Es sind dies Monacao, Lima, Braga, Penafiel, Basto und Amarante. Die Sommer in dieser nördlichen Region Portugals sind trocken und heiß. Im Winter ist das Klima mild und feucht. Die Reben gedeihen auf Granitböden. Die Rebfläche des Anbaugebietes Vinho Verde umfasst etwa 25.000 Hektar die von vielen kleinen Winzerbetrieben bearbeitet werden. Die Reben werden traditionell an hohen Pergolen erzogen. Diese Erziehungsform verhindert durch die gute Belüftung der Trauben das Fäulnis- und Schimmelrisiko in dem feuchtwarmen Klima. Zudem können unter den Pergolen am Boden noch andere Feldfrüchte reifen. Moderne Anlagen greifen allerdings wegen der besseren maschinellen Bearbeitung auf niedrige Erziehungsformen zurück. Die weiße Variante des Vhino Verde ist leicht, trocken und perlend. Für sortenreinen Weißwein ist im speziellen Monacao bekannt. Er wird hier aus der Alvarinho-Traube hergestellt. Der rote Vhino Verde wird auf der nicht entrappten Maische vergoren und ist daher kräftiger als der weiße. Auch Roséweine werden produziert. Die verwendeten Rebsorten sind Alvarinho, Azal Branco, Esganoso, Loureiro, Rabigate und Trajadura für weiße Weine. Rote Weine werden aus Azal, Borracal, Padeiro und Vinhao erzeugt.

Winzer

Quinta de Soalheiro (Melgago)

Die Quinta de Soalheiro ist in Melgaço (der nördlichste Punkt von Portugal) gelegen und von einer  Reihe von Bergen umgeben. Dieses ganz besondere Mikroklima führte João Antonio Cerdeira 1974 dazu, die ersten Alvarinhoreben zu pflanzen. 1982 erschien sein erster Jahrgang. Die Alvarinho Trauben auf Soalheiro kommen aus  mehreren kleinen Weinbergen. Die Melgaçoregion ist der  nördlichste Punkt von Portugal und wird durch eine Reihe von Bergen geschützt. Man findet hier perfekte Bedingungen von Niederschlag, Temperatur und Anzahl der Sonnenstunden um eine besondere Reife der Alvarinhotraube zu bekommen.  Der Markenname - Soalheiro - ergibt sich aus der hervorragenden Sonneneinstrahlung auf die Weinberge mit dem gleichen Namen - ein sonniger Platz!  Besondere Sorgfalt bei der Weinbergsarbeit und der Ernte ist der Schlüssel zur überragenden Qualität. Es folgt eine lange und schonende Fermentation. So entstehen aus der Alvarinho-Traube charaktervolle und körperreiche Weine, die ein ungeahnt großes Potential haben.

www.soalheiro.com 

Bairrada

Die Wein-Region Bairrada liegt in der Provinz Baira Litoral, nur wenige Kilometer vom Atlantik entfernt. Im Süden reicht sie fast an die historische Universitätsstadt Coimbra. Die Meeresnähe sorgt für ein relativ ausgeglichenes Klima und ausreichend Feuchtigkeit im Sommer, so dass die Trauben ungestört reifen können. Anfang des 18. Jh. waren dunklen, tanninherben Rotweine aus Bairrada in Großbritanninen stark verbreitet, wo sie als Portweine ausgegeben oder aber mit ihm verschnitten wurden. 1756 ordnete der mächtige Marquis de Pombal an, die Weinberge Bairradas zu roden, um den Schutz der Echtheit des Portweins zu sichern. Die Region Bairrada brauchte über zwei Jahrhunderte, um sich davon wieder zu erholen. Heute ist Bairrada mit seinen rund 20.000 Hektar Rebflche das Anbaugebiet Portugals, das mit 70 Prozent Baga- auch Tinta Bairrada genannt- am meisten von einer einzigen Rebsorte dominiert wird. Auf lehm- und kalksteinhaltigen, zur Küstenregion leicht abfallenden Böden liefert diese Sorte sehr tanninreiche Beeren. Traditionell werden die Rotweine von Bairrada ohne Abbeeren vergoren, also mit den Traubenstielen. Dabei entstehen äußerst tanninreiche Rotweine, die eine lange Alterung benötigen, bevor sie trinkreif werden. Der Name Bairrada leitet sich von barro ab, dem portugiesischen Ausdruck für Lehm oder Ton, der hier überwiegend bodenbildend ist. Gelegentlich ist er mit Kalk angereichert und bildet dann den optimalen Untergrund für die Reben. Stellenweise bilden sich richtige, große Terroirs heraus.

Winzer

Filipa Pato (Ribeiroda Gàndara)

Es gibt kaum Menschen der die Weine des Bairradas so enorm prägt wie derzeit Filipa Pato. Ihr Credo Weine \''ohne Make up! die eine klare Handschrift der Natur tragen.Das Handwerk hat sie von ihrem Vater, der portugiesischen Winzerlegende Luiz Pato, gelernt. Dabei geht sie längst einen ganz eigenen Weg: qualitätsbesessen, leidenschaftlich und verständnisvoll. Dafür bekommt sie viele Auszeichnungen, wie zuletzt die, Newcomerin des Jahres 2012, auf den Feinschmecker Wine Award. Gemeinsam mit Ihrem Mann, den belgischen Sommelier und Gastronom William Wouters, verwirklicht sie ihre Visionen von eleganten und feinen Weinen. Beseelte Gewächse, die authentisch und vielschichtig schmecken. Keine unifomierten langweiligen Weine, sondern Gewächse mit Charakter und Seele.

www.filipapato.net 

Palace Hotel Bussaco (Mealhada)

Die Weine des Bussaco Palace Hotels gehören zu den meist gehüteten Weingeheimnissen der Welt. Nicht, weil sie absichtlich der Öffentlichkeit vorenthalten wurden, sondern lange Zeit waren sie ausschließlich den Gästen des Hauses zugänglich. Das im gotischen Stil gehaltene Hotel wurde in den Jahren 1888-1907 durch die Familie de Almeida gebaut. Vorher war es ein Benediktinerkloster und diente als Refugium der unehelichen Söhne des portugiesischen Königs Joao V. Das besondere an den Weinen ist ihre traditionelle Herstellungsweise. Die Trauben werden mit den Füßen in steinernden Trögen, den Lagares, getreten und mit 50% der Stielen und Stengeln (bei den Rotweinen) darin fermentiert.
Der Ausbau findet bei den Weißweinen 3-4 Jahre und den Rotweinen 4-5 Jahre in großen Fässern aus Kastanien-, Mahagony- und dem seltenen brasilianischen Macacaubaholz statt. Seit 2000 werden auch kleinere 300 Liter Fässer eingesetzt. Die Weine verfügen über ein großes Lagerpotenzial und werden im 60.000 Flaschen fassenden Keller des Hauses gelagert. Dieser entstand in der Tradition der großen europäischen Hotel- und Restaurantkeller, wie zum Beispiel das Tour d?Argent in Paris etc. Die Trauben stammen aufgrund der besonderen geographischen Lage des Hotels aus zwei Regionen. Dem hochgelegenen Dao mit seinen Granitböden und dem atlantisch geprägtem Bairrada mit Kalkformationen, den Barros. Die Weine werden am besten vor dem Trinken karaffiert und entsprechend temperiert. Die Aromatik ist klassisch, nicht konzentriert, sondern von großer Vielfalt und nicht so einfach kategorisierbar. Das macht die Einzigartigkeit von Bussaco aus. Jetzt gibt es erstmalig die Gelegenheit ihn auch außerhalb seiner Herkunft zu probieren.

www.bussacopalace.com 

Utiel-Requena

Die Weinregion Utiel-Requena liegt in der Provinz Valencia und hat eine Fläche von 41'148 Hektar. Das Anbaugebiet Utiel-Requena verfügt über 115 Bodegas. Das Gebiet hat mediterranes und kontinentales Klima und die Weine werden hauptsächlich aus der Rebsorte Bobal (80% der Weinproduktion) vinifiziert. Die Weinbaugeschichte der Utiel-Requena ist mehr als 2000 Jahre alt. Der Wein ist die wichtigste treibende Kraft der Wirtschaft in der Region.

Winzer

Bodegas Palmera (Utiel)

Initiator der 1998 gegründeten Bodegas Palmera ist der Pfälzer Winzer Heiner Sauer. Seine Sympathie für spanische Rotweine ließ aus einer langjährigen Vision ein aufstrebendes Weingut in der Region Utiel-Requena werden. So vinifiziert Heiner Sauer heute Weine in zwei sehr unterschiedlichen Weinwelten. Die Trauben der Bodegas Palmera gedeihen auf einer Hochebene in der Weinregion Utiel-Requena, 75 km westlich von Valencia. Unsere Reben wachsen in den \''Alto-Lagen\'' (Hochlagen) von Utiel auf einer Höhe von 780 m. In dieser Region ist es trocken, sehr sonnig, aber nicht zu heiß. Die wichtigste Voraussetzung für die Erzeugung eines guten Weines sind gesunde, vollreife Trauben, so legt Heiner Sauer  großen Wert auf die Pflege seiner Rebstöcke. Die Trauben bleiben lange, bis zur optimalen Reife am Rebstock, um ein Maximum an Fruchtaroma zu erzielen und werden ausschließlich selektiv von Hand geerntet. Man kultiviert Tempranillo, Bobal, Cabernet Sauvignon und Merlot. Cabernet Sauvignon und Merlot wurden neu angepflanzt.
Bobal ist eine alte, sehr robuste Sorte, die nahezu nur in Utiel-Requena angebaut wird.

Unser größter \''Schatz\'' ist ein Stück mit sehr alten Tempranillostöcken, die regelmäßig hohe Qualität hervorbringen.

www.bodegas-palmera.com 

Valencia

Die Weinregion Valencia liegt in der Provinz Valencia und hat eine Fläche von 15'000 Hektar. Das Anbaugebiet Valencia verfügt über 87 Bodegas. Der D.O. Valencia liegt im Hinterland der berühmten Stadt am Mittelmeer und vereinigt insgesamt 66 Gemeinden, welche sich auf vier Subzonen verteilen. Die hochgelegene Weinanbaugebiet Valencia, das bis zu 625 Meter über dem Meeresspiegel liegt, und die fruchtbaren Böden bieten optimale Bedingungen für den Weinanbau. Hierbei handelt es sich um kalkhaltige, braune Böden, die über wenig organische Materie verfügen und deshalb gut durchlässig für Nährstoffe sind. Das Klima gliedert sich in ein feucht-heißes Mittelmeerklima in Küstenregionen sowie ein trockenes und mildes Klima in Bergnähe. Da hier vorwiegend Weinanbau stattfindet, sind die klimatischen Bedingungen optimal für eine erträgliche Ernte.

Winzer

Pago Casa Gran (Moixent)

Bereits in den 60er und 70er Jahren bereitet die Familie Laso Galbis in Casa Gran und Venta San Cristóbal Weine. Als Eigentümer der bewirtschafteten Rebflächen, kontrollierten sie den kompletten Bereitungsprozess und konnten so das gesamte Qualitätspotential des Bodens und der Reben nutzen.
2006 startete in den historischen Gebäuden der Familie ein neues Projekt mit dem Namen ?PAGO CASA GRAN?. Die verwendeten Anlagen sind topmodern und dienen dazu, die im Weinberg gewonnene Qualität im Keller zu bewahren.Das gesamte Lesegut stammt von eignen Reben der Lagen Casa Gran ( wichtigste Lage und in unmittelbarer Nachbarschaft ist die so genannte Lage Casa Bensal) und Altet de la Ampolla. Beide liegen im Tal ?Las Alcuzas?, bei Morgente (Valencia). Geplant wurde die Kellerei nach dem Prinzip der Schwerkraft; d.h. im gesamten Ablauf der Weinbereitung kommen weder Trauben, noch Schalen oder Kerne mit einer Pumpe in Kontakt. In der Kellerei findet der Transport mit einem Lastenkran statt. Damit wird die handwerkliche Art der Verarbeitung und des Transports in einem Zeitalter wieder eingesetzt, in dem Pumpen Standard in Kellereien sind.
Seit 2005 wirtschaftet die Familie nach den Grundregeln des biologischen Landbaus und verschärften diese im Jahr 2010 durch die Einbindung der strengen Regeln des Institutes Delinat. Die Basisphilosophie von Delinat sind lebendige Böden und Biodiversität. Um unseren Weinen noch mehr Ausdruck zu verleihen, verwenden wir autochthone Hefen und die permanente Begrünung der Rebflächen unterstütz uns dabei noch authentischere Weine zu erhalten. Die Weine sind aus mehreren Rebsorten komponiert, da man der Ansicht ist, so mehr Komplexität und Aroma zu erzielen.

www.pagocasagran.com 

Alella

Die Weinregion Alella liegt in der Provinz Barcelona und hat eine Fläche von 300 Hektar. Das Anbaugebiet Alella verfügt über 7 Bodegas. Es werden überwiegend Weissweine produziert. Die Reben liegen an Granithängen, die von den starken Winde, die aus dem Osten Spaniens wehen, geschützt sind. Die Weine in Norden haben einen hohen Säureinhalt, während die Weine im Süden süßer sind und einen geringeren Säuregehalt aufweisen.

Winzer

Alta Alella Privat (Can Genis)

Alta Alella ist der Höhepunkt eines Familienprojekts, das vor mehr als zwanzig Jahren mit Josep Maria Pujol-Busquets und seiner Frau Cristina Guillen begann. Can Genis befindet sich nur 2 km vom Mittelmeer entfernt und liegt zwischen den Städten Alella und Tiana. Er ist der nächstgelegene Weinkeller bis Barcelona und es werden Bio-Weine produziert. Von Anfang wurde in eine moderne Weinbereitung investiert und unter ökologischen Aspekten die Weinberge bewirschaftet.

www.altaalella.cat 

Navarra

Die Weinregion Navarra liegt in den Provinz Navarra und hat eine Fläche von 18'500 Hektar. Das Anbaugebiet Navarra verfügt über 127 Bodegas. Ein hauptsächliches Merkmal, das die D.O. Navarra von anderen unterscheidet, ist die große Vielfalt an Landschaften und Klimas. Denn sie erstreckt sich über mehr als 100 Kilometer, vom Norden der Region, in der Umgebung von Pamplona, bis zum Süden am Ufer des Ebro. In Navarra ergibt sich eine einzigartige Situation auf der iberischen Halbinsel: das Zusammentreffen von atlantischem, kontinentalem und mediterranem Klima. Die Nähe des kantabrischen Meers, der Einfluss der Pyrenäen und die Wärme des Ebrotals ermöglichen diese klimatische Vielfalt. Das prägt die Landschaft Navarras nachhaltig. Hier verteilen sich auf über 11.700 Hektar die unterschiedlichsten Ökosysteme und Vegetationsbedingungen der Anbauregion Navarra: Hänge, Uferlandschaften, Hochebenen und Ebenen. So entstanden fünf verschiedene Weinbaubereiche: Baja Montaña, Valdizarbe, Tierra Estella, Ribera Alta and Ribera Baja.

Winzer

Bodegas Azul y Garanza (Arcastillo)

Mit einer Gesamtfläche von 40 Hektar, besitzt die Bodega Reben in verschiedenen Parzellen neben dem Naturpark der Bardenas Reales von Navarra, im Norden von Spanien. Das Terrain und Klima dieser Wüstenlandschaft ist lehmiger Boden, wenig Regen (350 l/m2 pro Jahr), sowie extreme Kontraste in der Temperatur zwischen Tag und Nacht (± 15 º). Aufgrund dieser einzigartigen geoklimatischen Bedingungen, einzigartig in der Navarra, reifen die Reben kleinbeerig mit hoher Zuckerkonzentration und der Ertrag ist niedrig. Die Trauben auf natürlicher Weise angebaut, ohne Pestizide, Insektizide oder chemischen Düngemittel. Ein großer Wein beginnt an der Rebe.

www.azulygaranza.com 

DSG on Bodegas San Martin de Unx

DSG on Bodegas San Martin de Unx

Der gebürtige Riojano David Sampedro Gil ist ein Freund autochthoner Rebsorten, Garnacha ist eine der populärsten Spaniens. In der Navarra bewirtschaftet David eine 9ha große und 80 Jahre alten Garnachastöcken bepflanzte Parzelle unter biodynamischen Grundsätzen. Seine Weine begeistern die Topsommeliers Spaniens ebenso wie Importeure der wichtigsten Weinmärkte der Welt. Es ist einfacher Davids Weine in New York, London oder Helsinki zu finden als in dessen Heimat.

 

Rioja Alavesa

Das Anbaugebiet Rioja erstreckt sich entlang des Ebro über ein Fläche von 40 mal 100 Kilometer. Eingebettet zwischen den kantabrischen Bergen im Norden und der Sierra de la Demanda im Süden. Die D.O.Ca. Rioja reicht über die Grenzen der autonomen Region La Rioja bis nach der Navarra und ins Baskenland. Das Anbaugebiet umfasst drei Unterzonen. Eine davon ist die Rioja Alavesa. Im baskischen Hochland, nördlich des Ebro zwischen Haro und Logroño, liegt die Rioja Alavesa. Sie ist die kleinste der drei Teilgebiete mit ca. 13000 ha Rebfläche. Leichte, lockere Lehm- und Kalkböden konzentrieren sich im Nordwesten der Rioja. Sie herrschen dort in allen Weingemeinden vor. Hier steigt das Gelände terrassenartig vom Flusslauf des Ebro,bis auf 800 m an. Die Weinberge befinden sich ausschließlich auf den Südhängen. Auf den kalkhaltigen Lehmböden wachsen mit die besten Weine der Rioja. Sie sind reich an Extraktstoffen und Glycerin und liefern den Rotweinen eine tiefe, kräftige Farbe.

Winzer

Olivier Rivière, Rioja Alvesa

Nach Jahren der Lehrzeit im Burgund und in Spanien (Telmo Rodriguez) startete Olivier mit eigenen Weinen 2006 zunächst in der Rioja. Zudem arbeitet er heute in der Nachbarregion Navarra und in der qualitativ anspruchsvollen Region Arlanza. Nachdem Olivier sich zunächst damit begnügte, mit Zukaufstrauben aus der Rioja Baja erste eigene Erfahrungen in dieser ruhmreichen
Appellation zu sammeln, konzentrieren sich seine Bemühungen nunmehr auf das bewirtschaften alter Rebanlagen nach biodynamischen Grundsätzen im Filetstück RIOJA ALAVESA. Die resultierenden Weine sind zeitgenössische Interpretationen des einzigartigen Terroirs der Rioja - smart und französisch galant!

www.olivier-riviere.com 

Bodegas Bhilar/DSG Vineyards David Sampredro Gil, Elvillar

In seinem Heimatort Elvillar bewirtschaftet David Sampedro Gil 6ha eigene Rebfläche, verteilt auf 14 Parzellen in Eigenregie, seit dem Jahr 2007. Das durchschnittliche Alter der Rebanlagen beträgt zwischen 30 und 100 Jahren und resultiert aus altem Familienbesitz, denn schon seinen Großeltern widmeten sich an diesen Ort dem Weinbau. David tut es seinen Vorfahren gleich und verzichtet auf moderne Hilfsmittel wie Pestizide und Fungizide. Er arbeitet streng nach biodynamischen Leitlinien im Weinberg und auch im Keller verzichtet er bei der Weinbereitung auf Additive, einzig Schwefel ist bei ihm in geringen Mengen erlaubt.

www.dsgvineyards.es 

Rias Baixas

Rías Baixas liegt im nordwestlichen Zipfel Spaniens an der Atlantikküste. Die Winzer haben sich den Anbau der Albariño-Traube und anderer heimischer Varietäten dieser Region derart entwickelt, dass Rías Baixas heute zur Spitze der spanischen Weinkultur gezählt werden kann. Die Winde des Atlantiks sorgen für hohe Niederschlagsmengen und eine beständig hohe Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen steigen im Sommer kaum über 30°C und können im Winter in einigen Lagen schon einmal die 0°C Grenze erreichen. Auch wenn der Weinbau in Galicien wohl schon zu Zeiten der Griechen und Karthager begann, so waren es wohl erst die weißen Reben von Rhein und Mosel und auch die wichtigste Rebsorte Albariño, die die Grundlagen für den Weißweinerfolg der Rías Baixas DO legten.

Winzer

Eulogio Pomares Zarate, Pontevedra

Eulogio Pomares Zarate führt das 1920 gegründete Weingut Zarate zu neuen Höhenflügen. Auf seinen 8,50 Hektar Land produziert er Albariño. Die Granitböden und die in einer Lage bestehenden Kalkböden sorgen zudem für ungeahnte Geschmacksaromen. Es werden auch noch je ein Barrique der Rotweinsorten Loureiro tinto und Caino produziert.

www.winzer-sixpack.at 

Spanien:

Rebfläche: 1.098.400 ha

Jahresproduktion: 1.098.400 ha

Anbaugebiete: 65

Wichtigste Rebsorten:
Tempranillo (auch Tinta del País, Cencibel oder Ull de Llebre genannt), Garnacha Tinta. Airén, Viura (auch Macabeo genannt).

Portgugal:

Rebfläche: ca. 250.000 ha

Jahresproduktion: ca. 7.000 hl

Anbaugebiete: 40

Wichtigste Rebsorten:
Alfrocheiro, Tinta Roriz, Baga, Alvarinho, Arinto, Avesso, Azal, Bical