Weinhandel

Hochprozentiges

Es fing ganz harmlos an: Einige unserer Winzer produzieren neben tollen Weine auch erstklassige Spirituosen, wenn auch meist nur im Nebenerwerb. Aber eben nicht als Abfallprodukt, da sie die hochprozentigen Getränke mit der gleichen Sorgfalt produzieren wie ihre Weine.

Und da diese Brände aus allen möglichen Obstsorten und aus Trester nicht nur gut schmecken, sondern auch eine immer größere Käuferschaft bei Oxhoft fanden, haben wir dieses Sortiment noch etwas ausgebaut. Wir haben dabei auch eigens Destillerien gesucht und gefunden, die Spitzenprodukte zu vergleichsweise günstigen Preisen anbieten. Wir beschränken uns in unserem Angebot im wesentlich auf Grappa, Marc und Co. sowie auf Obstbrände aller Art. Mit einer Ausnahme: Wir konnten endlich unserer heimlichen Leidenschaft frönen: dem Rum!

Sorten

Grappa, Marc und Co.

Wer Wein keltert, trennt vor oder nach der Gärung die flüssigen Bestandteile der Weintrauben (um daraus Wein herzustellen) von den festen, dem Trester, der aus Kernen, Schale und Stängeln besteht. Um 400 n. Chr. entdeckten die Perser, dass man aus diesen Resten eine Spirituose produzieren kann, indem man sie destilliert. Aus dem Arme-Leute-Getränk des Mittelalters ist in den letzten fünfzig Jahren ein hochwertiges Produkt geworden, dass von den Getränkekarten - und zwar in Restaurants jeglicher Couleur und Klasse - nicht mehr wegzudenken ist. Dies ist vor allem auf verbesserte Produktionsmethoden zurückzuführen. Der Gourmet von heute kommt um Grundkenntnisse in Sachen Tresterbrand nicht mehr herum. Das verwirrende an den Tresterbränden ist der Umstand, dass sie in jedem Land anders heißen. Die bekanntesten und beliebtesten Sorten sind aber sicherlich der italienische Grappa und der französische Marc.

Winzer

Weingut in der Straßenmühle Flick (Flörsheim-Wicker)

Das 20ha-Weingut liegt in einer restaurierten malerischen Mühle am Ortsausgang von Wicker, und wenn man in die Weinberge hochfährt und dem ausgesprochen eloquenten und netten Reiner Flick lauscht, erblickt man im Hintergrund den Messeturm von Frankfurt. Joachim Flick ist einer der jüngeren Winzer im erlesenen ?Charta?-Kreis, sein Weingut liegt fernab von den großen Namen rund um Rüdesheim und Co., nämlich im äußersten Osten des Rheingau, also eigentlich im ?Maingau?, wenn man so will. Perfekte Drainage vom Taunus zum Main sorgen auch in trockenen Perioden für genug Bewässerung und damit guten Wein, perfektioniert durch einen ambitionierten, weltoffenen Winzer. Eichelmann kürt Flick in seinem Mammutbuch ?Deutschlands Weine 2003? zum Aufsteiger des Jahres und erhebt ihn in die Weltklasse, und Stuart Pigott lobt ihn in seinem ?Genialen Weinführer? über alle Maßen.

www.flick-wein.de 

Obstbrände und -geiste

Obst schmeckt herrlich und ist gesund. Neben der gängigen Methode, Obst zu konsumieren, gibt es auch die Möglichkeit, die Früchte zu brennen, wie der Fachmann sagt. Dann wird daraus Obstbrand, der übrigens mindestens 37,5 % Alkohol enthalten muss. Im Gegensatz zum Brand wird beim Geist nicht die ganze Frucht destilliert, sondern genutzt, um reinen Alkohol quasi anzureichern. Die gängigsten Obstsorten für Brände und Geiste sind Apfel, Birne (im Bild die rote Williamsbirne), Mirabelle, Pflaume und Kirsche.

Winzer

Hans Reisetbauer (Axberg)

Um die Aromakraft ideal gereifter Früchte bestmöglich zu erhalten, erfolgt das Maischen und Vergären unmittelbar nach der Ernte. Nach einem ausnahmslos temperaturkontrollierten Gärprozess werden die Maischen nach der traditionellen Methode in Kupferkesseln doppelt gebrannt. Die von Hans Reisetbauer in Zusammenarbeit mit Christian Carl entwickelte Brennanlage weist einige spezielle Konstruktionsdetails auf, die eine außergewöhnlich hohe Aromaausbeute ermöglichen.
Reisetbauer-Brände sind zu 100 Prozent echt, rein und unverfälscht. Die Zugabe von Zucker oder anderen Aromastoffen wird am Kirchdorfergut grundsätzlich und einschränkungslos abgelehnt. Eine perfekte Qualität der Früchte ist die unverzichtbare Grundlage für hochwertige Destillate, und deshalb wird bei Reisetbauer größte Mühe in der Pflege der Obstgärten aufgewendet ? das beginnt mit der fachgerechten Auswahl der zu den speziellen Wachstumsbedingungen passenden Klone, setzt sich in einer rigorosen Ertragsbeschränkung fort und endet schließlich bei der Ernte, die in zahlreichen Pflückdurchgängen der jeweils ideal gereiften Früchte erfolgt.

www.reisetbauer.at 

Weingut Gnägy (Pfalz)

Weingut und Brände

Rum

Rum wird überall dort hergestellt, wo Zuckerrohr gedeiht, sprich in den feucht-warmen Gebeiten in Äquatornähe. Die bekanntesten Rumgebiete liegen in der Karibik und in Mittel- und dem nördlichen Südamerika. Was viele nicht wissen. Rum wird nicht direkt aus Zuckerrohr hergestellt, sondern aus Melasse. Der Name Melasse ist dem französischen Wort für Honig (miel) entlehnt, handelt es sich doch bei 60% Zuckergehalt um ein sirup- oder honigartiges Produkt des Zuckerrohrs. Eine Mischung aus Melasse und Wasser wird zunächst vergoren und dann destilliert, um hochwertigen Rum herzustellen. Anschließend erfolgt eine jahre- manchmal jahrezehntelange Lagerung und Reifung in Fässern. Man unterscheidet ''echten Rum'' von den handelsüblichen, minderwertigeren Rumverschnitten. Die Unterschiede lassen sich schon am Preis leicht erkennen. Bei uns im Programm findet sich nur ersteres, sei es ''pur'' oder ''blended'' (Mischung aus verschiedenen echten Rumarten). Rum aus Könnerhand ist ein echtes Leckerli und unsere heimliche Leidenschaft. Wer es noch nicht probiert hat: Hier gibt es irrsinnig gutes Zeug zu entdecken. Noch ein übrigens: Die übliche Füllmenge bei Rum ist 700 ml.

Winzer

Enmore Distillery, Guyana

Rum aus Guyana spielte schon für die Royal Navy eine entscheidende Rolle. Es war der Hauptbestandteil des Navy Rums, welcher an die Soldaten ausgegeben wurde. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts produziert man dort Zuckerrohr und Rum. Bis 1814 hieß dieses Gebiet, damals noch eine niederländische Kolonie, Demerara, nach dem gleichnamigen Fluss benannt, welcher dieses Gebiet durchfließt.

Dave Broom schreibt in seinem Buch ?Rum?, dass zeitweise 200 Brennereien in Guyana existierten. Andere Quellen sprechen von mehr als 300. Auf praktisch jeder Zuckerrohrplantage gab es eine. Über die Jahre wurden es immer weniger, bis schließlich 1971 nur noch drei übrig blieben. Jetzt produziert allerdings nur noch eine einzige Destille Rum. Sie gehört der D.D.L. ? Demerara Destillers Ltd. und nennt sich Diamond Destillery. Diese eine Brennerei hat es aber in sich. In ihr findet man viele der alten Stills aus ehemaligen Brennerein. Unter anderem die weltweit einmaligen Stills der Enmore Destille. Um eben jene, von Edward Henry Porter gegründete Brennerei, soll es nun gehen:

Vermutlich begann man bei Enmore im Jahr 1880 mit der Rumproduktion. Soweit das nachvollziehbar ist, stammt aus diesem Jahr, die aus Holz gefertigte Coffey-Still. Das ist wohl die einzige Still, welche bei Diamond noch existiert, den Namen Enmore trägt und ursprünglich auch von dort stammt. Denn auch Enmore kaufte andere Stills auf, welche dann später zum Teil in den Besitz von Diamond über gingen.

So übernahm Enmore eine, größtenteils aus Holz bestehende, Stil aus Versailles. Dies ist eine Single-Wooden-Pot-Stil. Den meisten Malt-Liebhabern, dürfte diese Art der Destillation bekannt sein, wobei dort die gesamte Anlage aus Kupfer ist.

Jede Destille in Demerara (später Guyana) hatte eine Abkürzung, die auf den Labels der Flaschen die Herkunft verdeutlichen sollte. So hat man in Enmore auch Rums hergestellt, die das Kürzel KFM tragen. Und wieder andere gehören zu AWM. Von welchem Produzent Enmore diese beiden Pot-Stils hat, kann man eventuell in einem späteren Artikel hier auf Trinklaune lesen. Die hölzerne Still aus Versailles trägt das Kürzel VSG und die erwähnte Coffey-Still, da sie Enmore selber gehörte, hat als Namenszusatz EHP.Die Zucker- und Rumproduktion in Guyana wurde bis 1976 von der britischen Firma Booker McConnell bestimmt. Enmore gehörte bis dahin zu den Demerara Distillers, welche in den Booker-Konzern eingeliedert war. Aus dieser und anderen Distillerie-Vereinigungen wurde 1976 zunächst die staatliche Guyana Liquor Corporation, welche letztendlich die private D.D.L. hervorbrachte.

Atlantico

Das Verfahren zur Herstellung vo Rum beginnt mit Zuckerrohr. Ursprünglich nach Amerika gebracht, genauer gesagt in die Dominikanischen Republik durch Christopher Columbus, gedeiht Zuckerrohr im tropischen Klima. Stiele wachsen bis zu sechs Metern hoch und sind sehr reich an Zucker.
Der Zuckerrohr wird gepresst und das Ergebnis ist reiner Zuckerrohrsaft mit einem hohen Zuckergehalt. Der frische Zuckerrohrsaft wird fermentiert und destilliert, um einen leichteren, floralen Rum zu bekommen.
Wenn der Zuckerrohrsaft gekocht wird (nicht fermentiert und destilliert), kristallisiert ein Teil der Zucker im Saft. Sobald die Kristalle entfernt sind, ist die Melasse, was bleibt. Melasse ist schwer und man bekommt nach dem destilleren einen stärkeren und vollmundigeren Rum.
Aguardiente bezieht sich auf Rum, die zu einem niedrigeren Alkoholgehalt destilliert wird. Als Ergebnis bleibt viel von dem Geschmack des eigentlichen Zuckerrohr, wodurch die geschickten Master-Blender natürlicher Geschmacksnoten entwickeln.
Für eine ordnungsgemäße solera-ageing werden Fässer voll Rum unterschiedlichen Alters auf den jeweils anderen, die älteste auf dem Boden, und das jüngste auf der Oberseite gestapelt. Wenn es Zeit für die Flaschenfüllung ist, wird nur ein kleiner Prozentsatz des am Boden liegenden Fasses (das älteste) verwendet. Nun wird das Faß mit dem Rum aus der darüber liegenden Ebene aufgefüllt usw.
Das Solera-Verfahren ist eine sehr komplexe Art und Weise zum altern von Rum. Atlantic wählt diese Methode,  weil es der beste Weg ist, um die Qualität zu gewährleisten.

www.atlanticorum.com 

Las Industrias PAMPERO

Las Industrias PAMPERO wurde 1938 von Luis Manuel Toro und Alejandro Hernandez in Caracas, Venezuela gegründet. Hernandez kombinierte traditionelle Lager- und Reifemethoden mit moderner Technologie und kreierte so einen Rum von höchster Qualität: Seine anspruchsvollen Verfahren wurden später gesetzlich verpflichtend für alle venezuelanischen Rumproduzenten

Legendario

Legendary Ron kommt aus Kuba nach Europa durch die Firma Legendary Valenciana SL. Die Marke wurde in der  Stadt Havanna 1946 gegründet und vermarktet auf den kubanischen Markt. Legendary Ron, das ist ein sehr reiner Rum der nach alter Methode hergestellt wird

www.legendario.com 

Cubaney

Im späten 18. Jahrhundert wanderte der Spanier Don Juanillo Oliver mit seiner Familie nach Kuba aus, um dort Zuckerrohr anzubauen. Schon bald wagte er den Schritt zur Rumproduktion, was sich rasch als goldrichtig erwies: Don Juanillo gelangen mit seinem Betrieb Oliver & Oliver herausragende Rums, die zu den besten der Welt zählten. Knapp 200 Jahre später, um 1980, entschied der Betrieb, die gesamte Produktion von Kuba in die Dominikanische Republik zu verlegen, da dort ähnliche Bedingungen für die Rumgewinnung herrschen. Auch heute noch destilliert die Firma ausschließlich nach traditionell kubanischer Methode. Einige der hier produzierten Marken sind neben Cubaney auch Opthimus, Unhiq und Guantanamera.
Dieser Jahrgangsrum zeigt in der Nase eine dezente Kräuterwürze, am Gaumen präsentiert er sich sehr gefällig, mit einer angenehmen Süße.

Plantation

Die französische Firma Plantation besitzt Destillerien in der gesamten Karibik und Mittelamerika. Die Brennmethoden sind je nach Plantage und Herkunftsland unterschiedlich. Die Destillation im \''Brennkolben\'' lässt weiche, aromatische Rums entstehen, während \''Säulenbrennapparate\'' leichte, elegante Rums hervorbringen. Das frisch geschnittene Zuckerrohr der Plantage wird gepresst, um daraus den Saft zu gewinnen, der sanft zu Sirup erhitzt oder als solcher fermentiert wird. Diese Zutaten kommen dann in die für das jeweilige Land traditionsgemäßen Brennapparate. Nach der Destillation wird Plantation Rum zur Reife in kleine Eichenholzfässer umgefüllt, in denen zuvor Bourbon, Cognac oder Sherry lagen. Ein Verfahren, das den Rums ihren ganz besonderen und einzigartigen Charakter verleiht.

www.plantationrum.com 

The Antigua Distillery LTD.

Die Antigua Distillery Ltd wurde 1932 von einer Gruppe portugiesischer Händler gegründet. Diese beschafften sich einige alte Brennapparate und betrieben am Rande von St. John\'s ihre Brennerei. Die Geschäftsleute kauften sich eine Zuckerfabrik und veschiedene Zulieferbetriebe, womit die Versorgung mit Melasse gesichert war. Dies stellte die Voraussetzung für den originalen Cabalero Rum dar. Dieser wurde später auch unter dem namen Cavalier Muscovado Rum bekannt. Während des 2.Weltkrieges musste die Zuckerfabrik dann geschlossen werden.
Seit 1970 wird auf Antigua kein Zuckerrohr mehr kommerziell angebaut. Die Melasse wird somit auf dem Weltmarkt eingekauft.
Heute vertreibt die Antigua Distillery Ltd verschiedene Rums, die Cavalier Rums und die English Harbour Rums. Dabei wird Wert darauf gelegt, die bestmöglichen gereiften Rums zu produzieren.

www.antiguadistillery.com 

La Favorite Martinique

Die Distillerie La Favoriete wurde 1842 gegründet und ist eine der letzten unabhängigen Familienbetriebe auf der Vulkaninsel Martinique.

www.rhum-lafavorite.com 

Canero Destillerie

Nicaragua profitiert wie andere südamerikanische Regionen bei der Rumproduktion nicht nur von den ganzjährig warmen Temperaturen, sondern auch Höhenunterschiede von bis zu mehreren tausend Metern können innerhalb eines Landes vielfältige Sorten hervorbringen.
Die Rumkollektion von Cañero ist benannt nach dem Cañero, dem Zuckerrohrarbeiter, dessen arbeitsreiches Leben ganz den Zuckerrohrfeldern gewidmet ist. Sein Bild ziert jede Flasche.