Weinhandel

Die Weinregionen Frankreichs

Ob weiß, rosé oder rot; ob preiswerter, leckerer Landwein oder große Tropfen für den großen Geldbeutel; ob Schaumwein, Stillwein oder Süßwein - Frankreich hat als Weinland alles zu bieten. Nicht zuletzt dank so berühmter Weinregionen wie Bordeaux, Burgund, Rhône oder Champagne ist die Grande Nation nach wie vor der Nabel der Weinwelt.

Natürlich werden überall auf der Welt große (und kleine) Weine produziert, und gerade die Konkurrenz aus Übersee setzt den französischen Winzern erheblich zu. Dennoch ist Frankreich weiterhin gut aufgestellt: Über 2000 Jahre Erfahrung im Weinbau, rigide kontrollierte Weingesetze und bei aller Tradition viele engagierte und experimentierfreudige Winzer garantieren gute und große Qualitäten in allen Preisklassen.

Der Großteil der Produktion stammt aus den sogenannten Appellations contrôlées (AOC), in etwa mit „kontrollierte Anbaugebiete“ zu übersetzen. Gerade bei diesen Weinen macht sich der Unterschied zwischen deutscher und französischer Weinphilosophie schon auf den ersten Blick bemerkbar: Während deutsche Winzer fast immer reinsortige Weine produzieren und den Namen der Rebsorte dann logischerweise auch auf das Etikett drucken (Beispiel: Riesling), wird man Rebsortenangaben auf französischen AOC-Etiketten vergeblich suchen. Hier steht der Name der Appellation (z.B. Côtes-du-Rhône oder Saint Emilion). Das liegt daran, dass in Frankreich die Rebsorte nur Mittel zum Zweck ist. Im Mittelpunkt steht das Anliegen, das Land, auf dem die Trauben gedeihen, im Wein wiederzufinden. Und dazu haben sich in den einzelnen Regionen bestimmte Rebsorten als fähig erwiesen und andere nicht. Nun muss man eben wissen, dass ein Chablis grundsätzlich zu 100 % Chardonnay enthält und ein Châteauneuf-du-Pape aus bis zu 13 verschiedenen Rebsorten besteht. Aber um es zu wiederholen: Dem französischen Winzer und Weintrinker ist nicht der Chardonnay wichtig, sondern der Chablis.

Wein ist in Frankreich Teil der Lebenskultur, ein Dinner – und oft auch schon das Mittagessen - ohne Wein ist eigentlich gar nicht vorstellbar. Deshalb bleiben von der gigantischen französischen Weinproduktion auch zwei Drittel im eigenen Land. Umso schöner, dass wir Ihnen mit unserem Weinsortiment einen kleinen Querschnitt durch die französischen Weine präsentieren können. Santé!

Anbauregionen in Frankreich

Bordeaux

Was soll man zu den begehrten Weinen noch schreiben? Am besten lässt man Zahlen sprechen, die den Rang Bordeaux’ als weltweit wichtigste Weinregion unterstreichen: Auf über 110.000 Hektar (mehr als in allen deutschen Weingebieten zusammen) keltern rund 10.000 Winzer in 57 Appellationen fast 30.000 verschiedene Weine pro Jahr. Dabei sind im Bordelais nur acht Trauben zugelassen, wobei die Rebflächen überwiegend mit Merlot und Cabernet Sauvignon (rot) sowie Sauvignon blanc und Sémillon (weiß) bestockt sind. Und was daraus alles gezaubert wird! Das Médoc mit grossen Namen wie Mouton-Rothschild und Latour, das Libournais mit den berühmten Anbaugebieten Pomerol und Saint-Emilion, die Süßweine aus dem Sauternes.... Bei den Tropfen aus Bordeaux freuen sich Weinliebhaber auf Geschmackserlebnisse der Extraklasse - und die Bank auf die vielen Zinsen, weil das Konto wieder so tief in den roten Zahlen ist. Denn die Preise für Weltklasseweine aus dem Südwesten Frankreichs - und die gibt es im Bordelais zuhauf - sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Bacchus sei Dank aber auch das Qualitätsniveau, und zwar in allen Preisklassen. Heute findet man auch unter 10 Euro ausgesprochen trinkbare Rote und Weiße, vor allem in den Basis-Appellationen Bordeaux und Bordeaux supérieur hat sich einiges getan.
 

Winzer

Château Penin (Bordeaux supérieur)

Das seit 1854 existierende Château in der Nähe von Libourne steht unter der Leitung der fünften Generation, in personam Patrick Carteyron, der sein winzerisches Rüstzeug erstaunlicherweise in Deutschland erlernt hat. Seine Weine zählen Jahr für Jahr - nicht nur laut des Guide Hachette oder des Gault Millau - zu den besten Bordeaux? im unteren Preissegment. Auf rund 40 Hektar Kies und Sand setzt der ''Vorzeige-Winzer'' (Le Figaro)  unter den Bordeaux supérieur-Produzenten vor allem auf Merlot.

www.chateaupenin.com

Château Brun (Saint-Emilion)

Nur wenige - vormals eher unbekannte - Bordelaiser Weingüter haben in den letzten Jahren für so viel Furore gesorgt wie Château Brun in Saint-Emilion. Der Familienbetrieb erhält mittlerweile Höchstnoten von beispielsweise René Gabriel und gehört zu den großen Aufsteigern des Gebietes. Chateau Brun gehört der Familie Brun seit 1571 und ist somit der älteste Familienbesitz in Saint Emilion! Das Gut verfügt über 9,6 ha Weinberge und produziert nur einen Top-Wein. Oenologe ist Gilles Paquet der auch für Ausone und Cheval blanc zuständig ist!

 

Château Lamothe Vincent (AOC Bordeaux)

Das Chateau Lamothe-Vincent ist ein schöner Bordeaux-Betrieb nahe der Stadt Montignac. Im Jahr 1920 gegründet, wird der Betrieb in der vierten Generation von Fabien Vincent geführt. Während des letzten Jahrzehnts entwickelte Fabien das Weingut zu einem der bekanntesten des AOC Bordeaux und Bordeaux Supérieur.

Das Château erstreckt sich auf rund 80 Hektar Land. Vor allem die eisenhaltigen Lehm- und Kalkböden mit einigen kieselsäurehaltigen Komponenten ermöglichen ihm, Weine mit großem Ausdruck zu produzieren.

www.lamothe-vincent.com

 

Elsass

Elsässische Weine gelten als perfekte Mischung aus deutschen und französischen Weinen. Alle wichtigen Weinsorten des Elsass stammen von weißen Trauben - mit Ausnahme des Pinot Noir (Spätburgunder). Schlank werden die Weine des Elsass selten ausgebaut, vielmehr legen die Winzer Wert auf aromatische, aber trockene Tropfen mit hohen Extrakten und gut eingebundener Säure. Auf den 50 elsässischen Toplagen, den sogenannten Grand Crus, dürfen nur vier Rebsorten angebaut werden, die als herausragende Trauben der Region gelten: Muscat, Tokay Pinot Gris (Grauburgunder), Gewürztraminer und Riesling.

Winzer

André Rieffel, Mittelbergheim

Seit Lucas Rieffel (Foto) den Betrieb Ende der 90er Jahre übernommen hat, geht die Qualität und damit auch der Ruf der Weine stetig nach oben. Heute produziert das Weingut aus Mittelbergheim Rot- und Weißweine von Rang - ohne modische Süße - sowie schlanke Crémants. Einer der aufstrebenden Betriebe, der auf dem Weg in die Spitzenklasse der Elsässer Winzer ist. Gute Lagen, gutes Handwerk (Handlese, schonende Pressung, kleine Erträge usw.) und die nötige Inspiration werden dafür Rechnung tragen. Unser ältester Lieferant und jedes Jahr ein Garant für tolle Qualitäten

www.andrerieffel.com 

Loire

Die Loire-Weine zählen zu den großen Unbekannten in Deutschland, da aus dem Schlemmerparadies Frankreich hierzulande meist Burgunder oder Bordeaux ins Glas kommen. Dabei stehen an den Ufern von Frankreichs majestätischem Fluss nicht nur weltberühmte Schlösser, sondern auch qualitativ hochwertige Reben. Von der Loire stammen einige der besten Weißweine des Landes, vor allem aus den zwei herausragenden Trauben der Region: Sauvignon blanc (der im Sancerre Weltklasseruf genießt) und Chenin blanc. Letztere ist eine Traube, die - wie der Riesling - hohe Säure (und damit Alterungspotenzial) aufweist und in Savennières, Vouvray, Bonnezeaux und Montlouis die besten trockenen, halbtrockenen und edelsüßen Weine hervorbringt. Doch auch die Roten verzücken so manchen Gaumen. Die Loireregion ist in vier Anbaugebiete aufgeteilt, von Ost nach West: Centre (Sancerrois), Touraine, Anjou-Saumur, Pays Nantais (Muscadet).

Winzer

Domaine des Herbauges, Bouaye (AOC Côtes de Grandlieu / Muscadet)

Hochmoderner Betrieb mit 72 Hektar (davon 55 mit der Muscadet-Traube Melon bepflanzt) im Süden des Muscadetgebietes. Dass die Côtes de Grandlieu 1995 den Status einer Appellation d?Origine contrôlée (AOC) erhielten, ist vor allem Luc Choblet (Foto) zu verdanken, die in der vierten Generation die Domaine d?Herbauges führt. Laut dem ?kleinen Johnson? einer der drei besten Anbieter von Muscadet aus dem Grandlieu-Gebiet. Alle Weißweine werden ?sur lie? hergestellt, d.h. sie verbleiben nach der Gärung im Tank auf der Hefe, um einen kräftigeren Geschmack zu erzielen.

www.domaine-des-herbauges.com 

Domaine de la Taille aux Loups, Montlouis (Touraine)

1989 entschied sich Jacky Blot zum Schritt vom Weinmakler zum Winzer. Er kaufte drei kleine Weingüter mit sehr altem Rebland in Montlouis. Heute umfasst seine Domaine 14 Hektar. Blots Hauptziel: das Terroir im Wein widerzuspiegeln. Er produziert außergewöhnliche Weine, die beständig zur Weltspitze zählen. Die enorm hohe Qualität ist ein Resultat drakonischer Arbeit: Blot schneidet drastisch zurück und erzielt damit einen extrem geringen Ertrag von rund 20 hl/ha. Die Lese geschieht von Hand mit drei Selektionsvorgängen: direkt am Rebstock, an eigens hierfür aufgestellten Tischen in den Weinbergen und im Keller. Damit stellt Blot sicher, dass nur gesunde und reife Trauben in seinen Wein gelangen. Gärung und Ausbau gehen in (meist) neuen Holzfässern vonstatten (Foto). Und nun lobt ihn endlich auch Stuart Pigott im "Kleinen Genialen Weinführer" über alle Maßen

www.jackyblot.fr 

Chapin & Landais (Saumur)

Bekannt ist die Loire für ihre Crémants, die beständig ausgezeichnet sind und werden. Dass die vermutlich schönsten Schaumweine des mittleren Loiretals eher unter dem Namen Saumur Brut abgefüllt werden, ist weniger bekannt. Eines der traditionsreichsten Häuser für beide Weine ist Chapin & Landais, das seit 1848 auf diesem Feld tätig ist. Das kleine Haus ? die Jahresproduktion liegt gerade einmal bei für Schaumweinproduzenten lächerlichen 200.000 Flaschen ? gehört mittlerweile zum berühmten Bouvet-Ladubay. Dass Große Kleine schlucken ist normal, meist verschlingen sie sie aber auch. Bouvet dagegen unterstützt Chapin & Landais mit Technik und Personal, achtet ansonsten aber darauf, dass die Weine ihren eigenen Stil behalten. Vorbildhaftes Verhalten, das in diesem Fall vorbildlichen Schaumwein hervorbringt.

 

Vigneron Jean-Marie Berthier

Jean-Marie Berthier lässt sich 1983 als Winzer auf dem Weingut Domaine de Clairneaux in der Nähe von Sancerre nieder, das inzwischen fast 9 Hektar umfasst. Fünf Jahre später übernimmt er auch noch die Domaine de Montbenoit (ca. 10 Hektar groß), die an den Hängen von Giennois liegt. Seit 2012 arbeiten nun seine zwei Kinder Clément und Florian im Betrieb mit, nachdem sie ihre Weinkenntnisse auf ausländischen Weingütern vertieft haben. Die kieselhaltigen Kalkböden des Loire-Ufers liefern ausgezeichnete Weinqualitäten aus Sancerre und den Giennois-Hängen. Die Hauptrebsorten des Weinguts sind Sauvignon Blanc und Pinot Noir. So sind die Weißweine frisch, elegant und fruchtig, die Rosés sind zart und dezent und die Rotweine aromenreich und rund.

www.vignoblesberthier.fr 

Rhône

Die Franzosen wissen seit langer Zeit die Weine von der Rhône zu schätzen, wie schon ein Griff in die Geschichtskiste beweist: Im letzten Jahrhundert benutzte man den berühmtesten Roten von der nördlichen Rhône, um damit Bordeaux-Weine aufzupeppen. Den Vorgang nannte man dann auch „hermitagieren“. Noch heute ist der Hermitage einer der herausragenden Weine der Region, und neben Châteauneuf-du-Pape und den einfachen Côtes du Rhône meist der einzige, der hierzulande bekannt ist. Denn im Gegensatz zu den Franzosen hat sich bei den Deutschen bislang kaum herumgesprochen, wie exzellent die Tropfen von Südfrankreichs längstem Fluss sind. Während an der nördlichen Rhône (also in Hermitage oder St. Joseph) vorwiegend Syrah für Rotweine Verwendung findet, herrscht im Süden (also in Châteauneuf, Lirac & Co.) Grenache bei den Roten vor. Allen Weinen gemein ist ihre kraftvolle Erscheinung, eine meist würzige Note und ein nicht gerade bescheidener Alkoholgehalt – fabelhafte Begleiter für herzhafte Speisen und lauschige Kaminabende eben.
 

Winzer

Cave de Tain L'Hermitage, Hermitage

Die in den Augen vieler Fachleute beste Winzergenossenschaft Frankreichs verdankt ihren Wohlstand und damit auch ihren guten Ruf einer Schenkung: Der erste Vorsitzende der WG vererbte seinen Mitstreitern 22 Hektar in Hermitage, einer der teuersten Lagen in ganz Frankreich. Darauf aufbauend konnten die Cavisten aus Tain von Anfang an nur auf Qualität setzen. Die Genossenschaft führt ausschließlich Weine der nördlichen Rhône und ist in dieser sehr kleinen Weinregion einer der größten, gleichzeitig aber begehrtesten Erzeuger.

www.cave-tain-hermitage.com 

Château de Beaucastel / Perrin & Fils / La Vieille Ferme (südliche Rhône)

Was soll man über eine Legende schreiben ? Schließlich zählt der Châteauneuf-du-Pape von Château de Beaucastel zu den besten und gefeiertsten Weiß- und Rotweinen Frankreichs. Nur ein Beleg: Der Weinführer Bettane & Dessauve (neben dem Hachette das Nonplusultra der französischen Weinbücher) vergibt nur an Beaucastel als einzigen Winzer der - wahrlich mit nicht wenigen Topwinzern ausgestatteten - südlichen Rhône drei Sterne, die sehr rare Höchstbewertung.

Die Familie Perrin betreibt in der vierten und fünften Generation Weinbau an der südlichen Rhône, und das mittlerweile unter drei Etiketten: Château de Beaucastel, Perrin & Fils für wunderbare Côtes du Rhône-, Villages und Cru-Weine und La Vieille Ferme für exzellente Alltagsweine.  Das Geheimnis der herausragenden Qualität der Weine aus dem Hause Perrin hat viele Gründe: eine intakte, weinbegeisterte Familie, tolle Lagen, naturnaher, teils biologischer Anbau, traditionelle und gleichzeitig  innovative Weinbereitung, und nicht zuletzt eine Philosophie, die unserer Auffassung vom Weinmachen genau entspricht: Guter Wein entsteht in einem gesunden Weinberg!

www.beaucastel.com

Domaine Saint Luc, La Baume de Transit

Domaine St-Luc wurde 1971 in Drôme Provençale, Land der Trüffel und Lavendel geboren. Syrah ist die dominiernede Rebsorte der Weinberge, die sich  von Grignan-les-Adhémar ( bis 2010 Coteaux du Tricastin) bis Côtes du Rhône Villages erstrecken.  Das Weingut  umfasst 30 ha Weinbergfläche, gross genug um alle Rebstöcke naturnah und händisch zu bearbeiten.

www.domaine-saint-luc.com  

Domaine Julien Sunier (Avenas)

Diese junge Domaine (seit 2008) hat das Privileg, sehr alten Rebstöcke zu besitzen. Im Durchschnitt beträgt ihr Alter rund 40 Jahre +. Die Möglichkeit mit solchen phantastischen Bedingungen  zu arbeiten war auch der ausschlaggebende Grund für Julien Sunier, sich im nördlichen Beaujolais niederzulassen. Vorher hatte er bei bekannten Burgunderdomainen wie Nicolas Potel und Mommessin gearbeitet. Somit konnte er sich einen Überblick über die besten Lagen der Region verschaffen. Für ähnliche gute Vorraussetzungen hätte er in Burgund auch nicht das Budget gehabt.

www.julien-sunier.com 

Sud-Ouest

Die Weinregion Sud-Ouest ist ein riesiger Flickenteppich. Vielleicht liegt es an der Heterogenität des Gebietes, dass die Region Sud-Ouest hierzulande viel weniger bekannt ist als die benachbarten Weinhochburgen Bordeaux und Languedoc-Roussillon. Einzelne Appellationen dagegen haben sich in den letzten Jahren einen Ruf erarbeitet, der weit über die Landesgrenzen Frankreichs hinausgeht. Zuvorderst sind hier Madiran, Cahors, Jurançon und Bergerac zu nennen, und genau auf diese vier sehr unterschiedlichen Gebiete haben wir uns dann auch kapriziert. Das Land zwischen Pyrenäen und Zentralmassiv gilt als Fundgrube für gute und bezahlbare Weine, auf jeden Fall dürfte Frankreichs große Unbekannte in Sachen Wein für jeden Weinfreund die eine oder andere Entdeckung parat haben – weiß und rot wie süß.

Winzer

Famille Laplace/Château d'Aydie (AOC Madiran)

In Madiran steckt hauptsächlich die Rebsorte Tannat, und richtig geraten, der Name steht in direkter Verbindung zu Tannin. Schwer, kraftvoll sind die Weine, etwas für gestandene Rotweinfreunde. Das auf einer Hügelkette gelegene Château d?Aydie, das von der Familie Laplace betrieben wird, zählt zu den drei besten Erzeugern der Appellation, wenn nicht in ganz Sud-Ouest. Und Madiran gilt schon lange als preisgünstige Alternative zu den immer teureren Bordeaux-Weinen. Von den insgesamt 60 Hektar der Laplaces sind 8 Hektar mit Weißwein bestockt, der den unbekannten, aber interessanten Pacherenc du Vic-Bilh hervorbringt. Und in der nahen Gascogne stellen die Laplaces Landweine unter dem Namen Aramis her, die zu den besten Produkten im unteren Preissegment zählen.

www.famillelaplace.com

Château Haut-Monplaisir (AOC Cahors)

Château Haut Monplaisir befindet sich in der Gemeinde Lacapelle-Cabanac, westlich von Cahors. Das 28 Hektar großen Anwesen befindet sich auf der sogenannten dritten Terrasse aus geschichteten Kiesablagerungen die mit Galets abgedeckt sind. Cathy Fournié übernahm das Gut im Jahr 1998 von ihrem Vater und begann mit  Hilfe von Pascal Verhaeghe vom berühmten Château du Cèdre, nun erstmals Eigenabfüllungen zu tätigen. Die Rotweine sind reine Malbec-Weine, der ultimative Ausdruck der traditionellen schwarzen Weine von Cahors. Das Weingut ist bereits auf bio-dynamischen Anbau ausgerichtet.

Champagne

Wer kein Prickelwasser mag, ist hier an der falschen Stelle. Alle anderen sind genau richtig: Aus der nordostfranzösischen Region um Reims mit seiner berühmten Kathedrale stammen die besten Schaumweine der Welt - und zwar so unumstritten wie sonst auf keinem Gebiet der Weinwelt. Der Name ist mittlerweile geschützt, Champagne darf sich nur dann so nennen, wenn er auch genau dort herkommt. Die Methodik hat die Schaumweinwelt revolutioniert, und ohne Champagner ist ein Programm einfach nicht komplett.

Winzer

Christophe Mignon, Festigny

Dieses kleine, 6,5 Hektar große Weingut im Vallée de la Marne wird in der sechsten Generation von Laurence und Christophe Mignon betrieben. Der Rebsortenspiegel des Weingutes ist für diese Subregion typisch. 90 % Pinot Meunier und je 5 % Pinot Noir und Chardonnay, die aus 30! unterschiedlichen Parzellen stammen. Auf den tonhaltigen mit Kalk durchzogenen Böden fühlt sich die Pinot Meunier am wohlsten und kann trotz ihres Rufes als minderwertigere Rebsorte, zu den gesetzten Chardonnay und Pinot Noir, großartige Ergebnisse hervorbringen.

Die Mignons bearbeiten ihre alten Weinberge nach vielen bekannten Gesichtspunkten aus dem biodynamischen oder dem biologischen Anbau. Ihre gestalterische, individuelle Freiheit ist Ihnen wichtig. Deswegen legen sie viel Wert darauf nicht zertifiziert zu sein. Der Respekt vor den Mondphasen, der bewusste Verzicht auf Herbizide, Fungizide und Pestizide sind die Hauptprinzipien ihrer Arbeit. Der Einsatz von homöopathischen Mitteln und der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), die Bodenbearbeitung und vieles mehr sind am besten mit der Umschreibung ?Méthode Mignon? zu bezeichnen. Über allen Tätigkeiten steht der Einklang mit der Natur und den klassischen Arbeitsmethoden und das mit einem hohem Mitarbeiteraufwand von einer Person pro Hektar.

Das Gesamtergebnis in der Flasche kann sich sehen lassen. Diese Champagner sind konsequent trockene und intensiv schmeckende Winzerchampagner mit Persönlichkeit. Die Schwefelbeigaben werden auf ein Minimum reduziert, die Grundweine sind teilweise im gebrauchten Holzfass gereift und die Vergärung findet zu 50 % ?spontan? mit eigenen Wildhefen statt. Diese Bilderbuchchampagner zeigen was dieses herrliche Getränk in Wirklichkeit sein muss: Ein Wein und kein schäumendes Etwas!

www.champagne-christophe-mignon.com 

Gatinois (Ay)

Die französische Gemeine Aÿ ist ein klassifizierter Grand Cru-Ort an den Hängen der Montagne de Reims. Schon seit Jahrhunderten ist er berühmt für seine erstklassigen Pinot Noir Trauben. Die großen Champagnerhäuser wie Bollinger und Moët & Chandon sind natürlich am Platz, aber auch Familie Gatinois. Das besondere an den Weinbergen von Marie Paul und Pierre Cheval-Gatinois sind kleinbeerige Reben aus der Uraltsorte Petit Pinot d? Aÿ. Diese Varitetät erbringt vor allem niedrige Erträge und begründete einst den legendären Ruf von Aÿ. Das Ehepaar bearbeitet lediglich ca. 7,5 Hektar verteilt auf 30 ?Lieu Dit? (Parzellen) und vermarktet nur einen Teil davon unter ihrer eigenen Marke. Die übrigen Trauben werden an große und berühmte Häuser verkauft. Gerade einmal 25.000 Flaschen gibt es von diesem authentischen Winzerchampagner, der eine echte Alternative zu den vielen etablierten Marken darstellt. Dabei bleibt der Preis in Anbetracht der Qualität mehr als auf dem Teppich. Die Familie Gatinois keltert ernstzunehmende Weine, die unglaublich viel Spaß mache

www.champagne-gatinois.com 

H. Blin, Vincelles

Die Ursprünge des Hauses Champagne H. BLIN gehen auf die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zurück, als die Reputation von Henri Blin allgemein bekannt wird. Er stammt aus einer alteingesessenen Winzerfamilie aus Vincelles. Durch seinen baldigen Erfolg beflügelt, schließt er sich 1947 mit 28 Champagnerproduzenten zusammen und gründet Champagne H.BLIN mit dem Ziel, seine eigene Champagnermarke zu entwickeln und zu vertreiben.

www.champagne-blin.com 

Vve Fourny & Fils (Vertus)

Seit 1856 werden Trauben aus dem Primier Cru de Vertus,  einem Dorf im Süden der berühmten Côte des Blancs gelegen angebaut. Es gibt nur wenige Clos in der Champagne, wo die Weinberge von Mauern umgeben werden. Aber es sind wirklich die besonderen Eigenschaften des Bodens der Clos (die Zusammensetzung des Bodens und die Orientierung zur Sonne), die es wirklich zu etwas Besonderem machen.
Die Reben wurden vor vielen Jahren in fester Kreide gepflanzt und nach Süd-Osten ausgerichtet. Ein komplexes Terroir, aufgrund seiner geologischen Besonderheiten. Zahlreiche Bäche garantieren eine gute Luftfeuchtigkeit. Die Böden sind meist kalkhaltig und enthalten sehr wenig Ton. Von Hand geerntet, werden die Trauben vorsichtig gepresst und in kontrollierte Edelstahltanks und kleinen Eichenfässern vergoren. Der Veuve Fourny Stil beginnen kann, sich zu äußern. Für die Spezifität unserer Cuvées sind unsere Moste vergoren kalt. Verwandelt in Weinen, sie dann ruhig ruhen in unseren Kellern bis zum nächsten Frühjahr. Abgefüllt für die zweite Gärung, reifen die Champagner in den alten Kreidekellern aus dem 19. Jahrhundert von 3 bis zu 9 Jahren.

www.champagne-veuve-fourny.com 

Roussillon

Das Roussillon wird meist als sprachlicher Wurmfortsatz des Languedoc genannt. Aber das wird er Bedeutung und Eigenständigkeit der Region in keinster Weise gerecht. Denn abgesehen davon, dass in den östlichen Pyrenäen und deren Ausläufern eine lange spanische Geschichte und auch heute noch eine katalanische Mentalität zu verzeichnen sind, haben auch die Weine ihren ureigenen, feurig-intensiven Charakter. Um Perpignan und weiter südlich Richtung Collioure und Banyuls (Foto) entstehen einige der interessantesten und eigenständigsten Weine der Welt. Weine, die ihre Region, ihr Terroir und die Menschen, die sie produzieren, nahezu perfekt widerspiegeln

Vignerons Catalans (Perpignan)

Vignerons Catalans (Perpignan)

Die große Genossenschaft mit Sitz in Perpignan ist immer wieder Garant für gute Weine zum kleinen Preis - so wie es sich für eine Genossenschaft gehören sollte, leider aber nur selten ist. Unter diversen Etiketten und Linien vermarkten die katalanischen Winzer Weine aus dem Midi, dem Süden Frankreichs von der Rhônemündung bis zu den Pyrenäen. Viele Auszeichnungen im Guide Hachette oder dem WeinGourmet zeugen davon, dass die Winzergenossenschaft aus Perpignan ihre Hausaufgaben gemacht hat - und das schon seit den 80er Jahren. Wir haben uns für die Linie Rafale entschieden - rafale bedeutet Windbö und deutet schon mit dem Namen darauf hin, dass hier Frische und Fruchtigkeit gesucht - und gefunden - wird.

www.latourvieille.com 

Domaine la Tour Vieille (Colliloure)

Die Domaine wurde im Jahr 1982 gegründet, eine Vereinigung von zwei etablierten Winzerfamilien, Vincent Cantié aus dem Collioure und Christine Campadieu aus Banyuls-sur-Mer. Die beiden katalanischen Familien bewirten heute ein Dutzend Hektar Weinberge zwischen Collioure, Paulilles, Cosprons und Banyuls-sur-Mer. Der trockene Schieferböden, Steinmauern und steilen Hängen  verhindern jegliche Form der Mechanisierung. Die Rebsorten sind Grenache, Carignan, Mourvèdre, Syrah, Roussanne und Vermentino.

www.latourvieille.com 

Burgund

Die Burgund ist auf den ersten Blick ganz einfach, denn im wesentlichen werden zwei rebsorten angebaut: Chardonnay (weiß) und Pinot noir (rot). Dann ist es mit einfach aber auch schon vorbei. Denn die Region im Osten Frankreichs ist ein geologischer und besitztechnischer Flickenteppich. 50 Meter im Weinberg können den Unterschied machen zwischen einem Weltklassewein von einem absoluten Topwinzer und einem mäßigen Tropfen aus siebter Hand. Nirgendwo gibt es so viele großartige (leider auch teure) Weine wie in der Burgund, doch nirgendwo gibt es auch so viel schlechten Wein im Verhältnis zum Preis. Viele Weinhändler schrecken deshalb vor der Burgund zurück; wir - als ausgesprochene Burgunder-Liebhaber - bemühen uns sukzessive darum, in allen Preisklassen ein Burgunder-Angebot aufzubauen, bei dem Qualität und Preis in vernünftiger Relation stehen. Denn nichts ist spannender als guter Burgunder...

Winzer

Domaine Arnoux Pére et Fils, Chorey-les-Beaune

Pascal Arnoux ist die fünfte Generation, die den Familienbesitz in der Domaine Arnoux Pere & Fils in Chorey-les-Beaune, einem Dorf nördlich von Beaune bewirtschaftet. Als Absolvent der renommierten Lycée Viticole de Beaune übernahm Pascal im Jahr 2007das Weingut. Die 20 ha Weingärten liegen in den Dörfern von Beaune, Chorey, Savigny, Pernand-Vergelesse, Aloxe-Corton und Corton Grand Cru. Die richtigen Entscheidungen im Weingarten, die richtige Auswahl der Fässer und das perfekte Know-How speigeln sich in den zarten Weinen von Pascal wieder.

 

Maison Champy, Beaune

Champy ist das älteste Handelshaus in der burgundischen Weinhauptstadt Beaune. Seit 1720 produziert Champy sowohl von eigenen Rebanlagen quer durch die Burgund als auch aus zugekauften Trauben. Champy, zwischenzeitlich vom Abstieg in die zweite Weinliga bedroht, hat sich seit dem Einstieg vom genialen Dimitri Bazas als Önologen in vordere Tabellenregionen zurückgekämpft. Was mittlerweile aus den alten Kellergängen in Beaune kommt, zählt wieder zu den spannendsten und bezahlbarsten burgundischen Tropfen. Und die Qualität steigt von Jahr zu Jahr...

www.champy.com 

Domaine Roger Luquet, Mâcon

Mâcon ist bekannt für bezahlbaren weißen Burgunder (und ungenießbaren roten). Die Domaine Luquet gehört zu den Winzern, die versuchen, genau dies zu vollbringen: bezahlbaren Chardonnay mit Statur und Rückgrat. Sie will Wein schaffen, der ausgeglichen ist, in dem Säure, Frucht und Alkohol sich mit Apfelaromen, Honignoten und einem Hauch von Zitrusfrucht verbinden. Das Winzerdorf Fuissé - Heimat der Luquets -  befindet sich am Fuß des Felsmassives Solutré. Auf diesen Höhenzügen wird einer der besten Weißweine der Region kultiviert. Die Familie Luquet baut nur Chardonnay an, und das seit fünf Generationen. Heute bewirtschaftt sie 24 Hektar. Ihre Weine sprechen von Tradition und ?savoir faire?.
Die Krönung : jede Parzelle wird getrennt ausgebaut, um Authentizität zu bewahren. Die Weine der Familie Luquet sind der schönste Ausdruck von 'Terroir'.

www.domaine-luquet.com

 

Cave de Vignerons de Buxy

Die Cave des Vignerons de Buxy (Winzergenossenschaft) wurde am 30. Juni 1931 durch die Initiative von 98 Weinbaupionieren und der umliegenden Gemeinden ins Leben gerufen. Man beschloss, sich zusammen zu tun, um eine gemeinsame Lösung für die Probleme der Weinbereitung, der Lagerung und der Vermarktung zu finden. Ein Gärkeller, der 8 000 hl fassen konnte, wurde errichtet. Als die erste Weinlese anstand, waren die Bauarbeiten hierzu noch nicht beendet, jedoch musste die Ernte dennoch eingeholt werden. Die finanziellen Mittel waren sehr begrenzt und es ist ausschließlich dem Mut und der Hartnäckigkeit der Gründer zu verdanken, dass diese Genossenschaft funktionieren konnte. Inzwischen haben sich rund 120 Familienbetriebe der Genossenschaft angeschlossen um burgundischen Weine von Format und mit dem Ausdruck des Terroir zu produzieren. Es sind diese Familienbetriebe, die das Weinbaugebiet der Kellerei bewirtschaften und auf diese Weise die Arbeit ihrer Väter verewigen. Alle diese Männer und Frauen setzen sich gemeinsam für die Werte der Qualität und des Respekts für die Umwelt ein. Dank der Früchte ihrer Arbeit, der Leidenschaft für ihr Handwerk und ihrer Verbundenheit mit der Erde, ist es diesen Winzern gelungen, die Besonderheit Ihres Terroirs (frz. Bezeichnung für den regionalen Boden mit all seinen typischen Merkmalen) hervorzuheben. Der Anbau und die Ernte der Trauben unterliegen einer sehr strengen Überwachung und Kontrolle. Somit kann ein fachmännisches Team dank perfekter Kenntnis des Bodens und begünstigt durch moderne Weinbereitungs- und Ausbautechniken, authentische Weine entwickeln, die die Terroirs der Côte Chalonnaise und des Mâconnais widerspiegeln. Dank ihres Erfolges auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, ist die Cave des Vignerons de Buxy zur Botschafterin für südburgundische Weine geworden.

www.vigneronsdebuxy.fr 

Domaine Thibert, Fuisssé

Der Familiensitz des im Mâconnais liegenden Weinguts liegt in Fuissé. In der .7 Generationen leiten Christopher Thibert und seine Schwester Sandrine die Domaine. Die 25 ha sind überwiegend mit Chardonnay bepflanzt und es werden Pouilly- Fuissé , Pouilly- Vinzelles , Saint Veran , Macon Fuisse , Macon Prissé , Crémant de Bourgogne Blanc und Rosé produziert. Traditionelles Arbeiten im Weingarten und die richtige Auswahl der Böden lassen Weine von Charakter, Mineralität, Finesse, Reinheit und Eleganz entstehen.

www.domaine-thibert.com 

Languedoc

Das Languedoc in Südfrankreich liegt am Mittelmeer, wobei die besten Weingegenden in den höheren Lagen im Landesinneren zu finden sind; es erstreckt sich vom Rhônedelta im Osten über Montpellier bis in die Gegend um Carcassonne. Das Languedoc ist das größte zusammenhängende Weinbaugebiet der Welt. Aber Größe ist nicht gleich Güte, und bis vor wenigen Jahrzehnten dienten die Weine aus dem Languedoc häufig nur dazu, in Massen durch wenig verwöhnte Kehlen zu strömen, als Deckwein Tropfen aus anderen Regionen zumindest optisch aufzubessern oder ganz schlicht den Weinsee der EU aufzufüllen. Damit ist seit den 70ern Schluss: Kaum eine Weinregion Europas hat sich so rasant entwickelt wie das „Kalifornien Frankreichs“. Alkoholarme Weine sind sicher nicht die Stärke des experimentierfreudigen Languedoc, das liegt neben dem Klima auch an den Rebsorten wie Grenache, Syrah oder Cinsault. Aber wer hinreichend sucht, wird reich beschenkt mit strukturierten, dichten und aromatischen Weinen. Languedocweine sind zu 80 % Rotweine, und Südweine sind Nasenweine, aber sie wissen aus Könnerhand auch am Gaumen Weinfreund wie –kritiker zu überzeugen.
 

Winzer

Domaine la Louviere (Malviés)

Das Erbe Der Wölfe
Seit jeher ist der Mensch fasziniert vom Wolf: In Mythen, Märchen und Legenden changiert sein Charakter zwischen dem edlen Lebensspender und dem erbarmungslosen Jäger. Bewundert, verehrt und gefürchtet, ist der Wolf einerseits Feind und Konkurrent, andererseits eine aufopferungsvolle Kreatur im sozialen Verbund der Familie. Der Mensch ist fasziniert vom Wolf, weil er ihm ähnelt. Der Name der Domaine La Louvière ist untrennbar mit dem Wolf verbunden. In alten Zeiten versammelten sich die Wölfe auf den Hügeln am Fuße der Pyrenäen, um das Land zu überblicken und Witterung für die Jagd aufzunehmen. An diesem Wolfsplatz ? der ?Louvière? ? erstrecken sich heute die Weinreben der Domaine.
Die Domaine La Louvière liegt am Fuße der Pyrenäen etwa 30 Kilometer südwestlich der imposanten Festungsstadt Carcassonne in der Region Malepère. Diese noch heute raue und ursprüngliche Landschaft ist geprägt von einem einzigartigen Mikroklima: Abwechselnd verwöhnt von der warmen Brise des Mittelmeeres und geprüft von kühleren Einflüssen des Atlantiks und der Pyrenäen, reifen die Trauben in einem klimatischen Spannungsfeld heran. Eine weitere Besonderheit des ?Terroir? ist der Boden, der für den wenig schmeichelhaften Namen des Malepère (?schlechter Stein?) verantwortlich ist: Lehm, Sand- und Kalkstein sowie große, felsartige Gesteinsbrocken sorgen für eine besondere Mineralisierung der Weinstöcke und besitzen ein enormes Wärme­speicher­potenzial ? so sind die Reben auch in kühlen Nächten geschützt. Und das steinige, schwer zu bearbeitende Terrain hat noch einen Vorteil: Auf der Domaine La Louvière setzen wir nach wie vor auf echte Handarbeit.

www.la-louviere.de 

Beaujolais

Das Beaujolais zählt zu den kleineren Weinregionen Frankreichs. Es liegt zwischen Lyon im Süden und der Burgund im Norden. Oft wird das Beaujolais in einem Atemzug mit der Burgund genannt, was aber nur administrativ richtig ist. In Sachen Wein sind die beiden östlichen Regionen Frankreichs sehr unterschiedlich. Im Beaujolais wird fast ausschließlich Rotwein hergestellt, und dies überwiegend aus der Rebsorte Gamay, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie recht wenig Gerbsäure beinhaltet und dadurch sehr bekömmliche, eher leichte Rotweine hervorbringt.

Winzer

Domaine des Nugues, Lancie

Gerard Gelin, Spross einer Winzerfamilie, kaufte 1976 den Clos des Nugues und wurde sehr schnell zum Vorreiter eines neuen, hochwertigen Beaujolais. Mittlerweile bearbeitet er mit seinem Sohn Gilles 32 ha Rebfläche in den besten Lagen des Beaujolais. Und nicht zuletzt dank eines Durchschnittsalters der Reben von 45 Jahren und Selbstverständlichkeiten (die es im beaujolais lange nciht waren) wie Handernte oder schonender Pressung zählt das Weingut nach wie vor zu den Topadressen der Region.

www.domainedesnugues.com 

Provence

Das Weinanbaugebiet Provence ist kleiner als die gleichnamige ehemalige Provinz und ist eine der größten Weinlandschaften Frankreichs und vor allem berühmt für seinen nicht übermäßig alkoholreichen, stets kühl zu trinkenden Rosé-Wein. In Marseille, befindet sich die Wiege des französischen Weinbaus, wo im Jahre 600 vor Christi Geburt die griechischen Phokäer die ersten Rebstöcke pflanzten. Die Côtes de Provence umfassen das größte AOC-Gebiet der Provence, welches von Marseille bis Nizza reicht. Hier wird auf den unterschiedlichen Böden vor allem der beliebte Rosé-Wein mit der Bezeichnung Côtes-de-Provence erzeugt. Er ist trocken, fruchtig, elegant, recht körperreich und schmeckt gut gekühlt zu den würzigen Gerichten der Provence. Die weniger bekannten Rotweine sind bukett- und körperreich, variieren je nach Anbauregion zwischen geschmeidig und feurig, können aber auch leicht und delikat sein. Sie altern gut, werden in der Regel jedoch recht jung getrunken. Die fruchtigen, trockenen Weißweine oxidieren leicht und müssen jung getrunken werden.

Winzer

Château Miraval (Correns)

Château Miraval ist die Sommerresidenz von Brad Pitt und Angelina Jolie.
Das Chateau Miraval ist eines der einzigen Weingüter in der Procence, welches ein eigenes Tal im Gebiet Correns im Norden von Brignoles besitzt. Die Weinberge erstrecken sich über zwei Appellationen: Coteaux Varois en Provence (im Nord-Westen) und Cotes de Provence (im Osten). Die Weinberge sind in 350 Metern Höhe auf geschützten Terrassen angelegt, die Château Miraval perfekt in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgebaut hat. Der natürliche Ton- und Kalkboden ist wichtig, da er zum einen den lebenswichtigen Wasservorrat speichert und zum anderen das überschüssige Wasser abfließen lässt. Dies ist ein wesentlicher Faktor für ein gesundes Reifen der Trauben.

Rebfläche: Rund 900.000 Hektar (weltweit No. 2 hinter Spanien)

Jahresproduktion:  50 bis 60 Mio. Hektoliter (No. 2 hinter Italien), das sind 7-8 Mrd. Flaschen

Anbaugebiete: Rund 140.000

Umsatz: 8,5 Mrd. Euro

Größte AOC: Bordeaux (als Sammelappellation ca. 50.000 ha)

Kleinste AOC: La Romanée (Burgund, 0,83 ha)