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Die 10 Grundregeln der Weinwahl
- So ungern wir es zugeben: Es gibt Speisen, zu denen kein Wein passt. Ist ein Essen extrem scharf, fett oder salzig, sollte man besser auf Rebsaft verzichten und stattdessen Bier oder zur Abwechslung mal keinen Alkohol trinken. Gegen kräftig eingesetzten roten Thai-Curry kommt auch der pfeffrigste Syrah nicht mehr an.
- Wenn es nicht gerade ein Vosne-Romanée oder ein Riesling Eiswein von der Mosel ist: Am besten den Wein im Essen verwenden, den man später auch dazu trinkt. Wenn das nicht gewünscht wird, auf jeden Fall etwas Vergleichbares wählen. Übrigens: Nicht zu stark verkorkter Wein ist ein idealer Kochwein - probieren Sie es einmal: der Korkgeschmack verfliegt beim Aufkochen!
- Je edler eine Speise, desto edler sollte auch der Wein sein. Es macht keinen Sinn, 50 Euro für ein Kilo feinstes Fleisch auszugeben, um dieses dann mit 2-Euro-Fusel hinunterzuspülen. Oder umgekehrt Fischstäbchen mit einem Mouton-Rothschild zu genießen!
- Früher hieß es: Je dunkler das Fleisch, desto dunkler der Wein. Das ist nur zum Teil richtig. Der intensivste Bestandteil eines Essens ist meist die Sauce. Deshalb besser folgende Faustregel: Helle Sauce, heller Wein - dunkle Sauce, dunkler Wein.
- Säurebetonte Weine (wie Riesling oder Chenin blanc) passen nicht zu salzigen und sauren Speisen, harmonieren aber mit fettigen (nicht aber cremigen).
- Tanninreiche Rotweine (abgesehen davon, dass sie eh meist zu jung ins Glas kommen) sind zu sauren, salzigen oder süßen Speisen keine gute Wahl. Zu Geröstetem, Nussigem und Fettigem dagegen umso mehr.
- Süße Weine (vom französischen demi-sec über halbtrockene und liebliche Weine bis hin zu edelsüßen Kreszenzen) sind viel bessere Essensbegleiter, als viele denken. Vor allem zu süßen, cremigen oder säurebetonten Speisen sowie zu Käse sollten sie oft erste Wahl sein.
- Auch Schaumweine begleiten viele Speisen exzellent. Die prickelnde Variante eines bekannten Weines kann durchaus harmonischer sein als der entsprechende Stillwein.
- Probieren geht über Studieren: Einfach mal unkonventionelle Weine aussuchen, solange sie nicht gegen die absoluten Grundregeln verstoßen. Man macht dabei viele interessante Entdeckungen lukullischer Harmonie. Und außerdem: Sommeliers haben auch mal klein angefangen!
- Lieber in einschlägigen Weinbüchern nachschlagen als sich im Zweifelsfall den halben Spaß an einem guten Essen verderben. Zum weiteren Studium des Themas "Welcher Wein?" empfehlen wir insbesondere die herausragenden Werke von Guy Bonnefoit:
 Bonenfoit Deutschland: Faszination Wein & Aromen (49,90 Euro)  Bonnefoit Frankreich: Faszination Wein & Aromen (69,90 Euro)  Bonnefoit Österreich: Faszination Wein & Aromen (29,95 Euro kartoniert)
Leider vergriffen, aber ggf. antiquarisch noch zu erwerben sind die beiden Klassiker:
 Olaf Wilhelm: Essen & Wein - Wein & Essen, Grundregeln und wie man sie bricht (Hallwag Verlag)  Reinhold Paukner: Der Wein zum Essen Das Essen zum Wein (Verlag Christian Brandstätter))
Nutzen Sie unsere Menüempfehlungen
Welcher Wein passt zu welchem Essen? Was für ein Menü planen Sie? Geben Sie in unser Suchfeld einen Begriff wie etwa "Gans", "Mangold", "Wild" oder Ähliches ein und lassen Sie sich bei Ihrer Planung von unseren Vorschlägen inspirieren.
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