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Weinregionen in Italien

Die Weinregionen Italiens

Italien blickt – neben Griechenland auf die längste Tradition in Sachen Weinbau zurück. Es ist ja keine große Neuigkeit, dass vor allem die Römer den Wein quasi überall in der damals bekannten Welt einführten. Wein gehört also zum Alltag der Italiener wie Oliven oder Brot. Nun sollte man meinen, dass deshalb aus Italien schon seit langem große, ja herausragende Weine kommen. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: Bis auf ganz wenige Ausnahmen gibt es Qualitätsanbau auf dem Stiefel erst seit rund 50 Jahren. Zuvor blieb fast der gesamte italienische Wein im eigenen Land, und da Wein von mittags bis nachts einfach zum Alltag gehörte, gab es auch keinen Bedarf, ihn zu exportieren. Umgekehrt waren Kenntnisse über ausländischen Wein in Italien weitestgehend auch in Fachkreisen kaum vorhanden.

In Italien hat man Weine bis dahin kaum auf Flaschen gezogen. Der gemeine italienische Wein war anspruchslos und in rauen Mengen vorhanden. Dementsprechend mäßig war die Qualität der Weine, die schon im Weinberg und auch im Keller auf Masse angelegt waren, oft noch bis in die 70er Jahre im Mischsatz mit Getreide zum Beispiel (auch in Barolo bis in die 50er Jahre!). Übrigens ist Italien heute noch der größte Weinproduzent der Welt.

Der Wandel kam mit dem Aufstieg des Weins zu einem weltweit angesehenen und gesuchten Produkt, und in vielen Regionen Italiens mit der Immigration reicher Investoren aus Mittel- und Nordeuropa, die ein romantisches Poggio – beispielsweise in der Toskana – kauften und in Haus, Hof und eben auch Rebflächen investierten. Seitdem hat italienischer Wein einen ungeheuen Siegeszug angetreten und ist heute von den weltweiten Weinkarten nicht mehr wegzudenken – vom einfachen, sauberen Tischwein bis hin zu den großen Provenienzen.

Die Voraussetzungen für den Weinbau sind in Italien eben auch so gut wie kaum anderswo. Anders als in Spanien oder Frankreich, ganz zu schweigen von Deutschland, wird in Italien überall Wein angebaut, Überall heißt, in allen 20 Verwaltungsregionen des Landes, die gleichzeitig auch die offiziellen Weinregionen sind. Dass aus dem alpinen Aostatal andere Weine kommen als aus dem hügelig-warmen Umbrien oder dem heißen Sizilien, versteht sich von selbst. Hinzu kommt eine ungeheure Vielfalt von Rebsorten. Unter den 20 meist angebauten Rebsorten findet sich mit Merlot nur ein einziger „Fremdkörper“. Forscher gehen davon aus, dass immer noch über 2000 Rebsorten in Italien angepflanzt sind, von denen 1000 registriert und 400 für DOC-Weine zugelassen sind!

DOC bedeutet Denominazione d’Origine Controllata und bedeutet in etwa kontrollierte Herkunftsbezeichnung (wie AOC in Frankreich und im Prinzip auch QbA in Deutschland). Italien produziert, anders als hierzulande, große Mengen Tisch-, Tafel- und Landwein, so dass die Einführung der DOC einer der entscheidenden Schritte dahin war, italienischen Weinanbau transparent zu machen und zu klassifizieren. Die Grundvoraussetzung für Verkaufserfolge im In- und Ausland.

Aus der ungeheuren Vielfalt des italienischen Weins freuen wir uns, einige herausragende Winzer und ihre Produkte zu präsentieren. Von großen Namen bis zu unbekannten Rebsorten spannt sich der Bogen des Genusses. Salute!

 




   

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Preisliste für Italien zum drucken / download Drucken Sie sich hier eine aktuelle Preisliste unserer Weine aus Italien aus.
Rebfläche: knapp 900.000 ha (Nr. 3 weltweit)
Jahresproduktion: rund 60 Mio. Hektoliter (Nr. 1 weltweit)
Anbaugebiete: 20
Rebsorten: vermutlich 2000, davon 1000 registriert und 400 zugelassen in DOC-Weinen
Wichtigste Rebsorten: Malvasia, Trebbiano (weiß), Sangiovese, Barbera, Montepulciano (rot)