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Weinregionen in Deutschland

Die Weinregionen Deutschlands

Deutschland ist mit 100.000 Hektar Anbaufläche im internationalen Maßstab ein kleines Weinland. Zum Vergleich: Allein das Weinbaugebiet Bordeaux ist größer als alle 13 deutschen Weinbauregionen zusammengenommen. Abgesehen von den beiden ostdeutschen Gebieten Saale-Unstrut und Sachsen konzentriert sich der Weinbau auf den Südwesten der Republik – entlang des Rheins und seiner zahlreichen Nebenflüsse. Klimatisch gesehen ist Deutschland eines der nördlichsten Weinbauländer der Welt. Noch im 19. Jahrhundert galten deutsche Weine als herausragend, dementsprechend hohe Preise ließen sich dafür erzielen. Der Niedergang kam nach dem Zweiten Weltkrieg, als das neue Credo nicht mehr Klasse, sondern Masse hieß: Deutsche Neuzüchtungen – die oft nur weinähnliche Getränke hervorbrachten, diese dafür aber in rauen Mengen – wurden zulasten alter Qualitätsrebstöcke ausgepflanzt. Aus ihnen wurden Erträge gekeltert, über die heutige Winzer nur mit dem Kopf schütteln können. Damit die schlechte Qualität nicht so auffiel, nutzte man gerne den Trick der künstlichen Süßung mit sogenannter Süßreserve (also Most). Dass damit zwar Geld, aber kein Renommee zu gewinnen war, liegt auf der Hand.

Das Umdenken hin zu international anerkanntem – trockenen bis edelsüßen – Wein begann im nennenswerten Umfang erst in den 80er Jahren, also mit den letzten beiden Winzergenerationen. Heute gilt deutscher Wein wieder als hervorragend und nach wie vor preiswert. Dies führte in den letzten Jahren zu einem wahren Exportboom insbesondere des Rieslings.

Riesling ist ohne Zweifel der König der deutschen Weine und eine der edelsten Weißweinrebsorten der Welt. Die knackige Säure, gepaart mit viel Fruchtaromen und eher verhaltenem Alkohol, spiegeln seinen Charakter wider. Aber auch die weißen und roten Burgunderrebsorten finden viel Anerkennung, nicht zuletzt auch der Spätburgunder (Pinot noir), aus dem deutsche Winzer in Zeiten des Klimawandels immer dichtere und komplexere Weine zu produzieren wissen.

Wohl bekomm’s!

 




   

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Rebfläche: 102.000 Hektar (davon knapp 2/3 Weißwein)
Jahresproduktion: 10,5 Mio. Hektoliter (in 2007, deutlich über dem Durchschnitt)
Anbaugebiete 13
Wichtigste Rebsorten Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner, Grauburgunder, Weißburgunder (weiß), Spätburgunder, Dornfelder, Portugieser (rot)